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Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 05:12 Uhr

Bauausschuss : Intelligente Ampel und Abbiegespur

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Träger öffentlicher Belange und interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten im Zeitraum vom 21. Juli bis 14. September die Möglichkeit, Anregungen zum Tornescher Verkehrsentwicklungsplan zu geben. Er liegt seit Dezember 2014 in einem mehr als 70 Seiten umfassenden Entwurf, der vom Wasser- und Verkehrs-Kontor Neumünster erstellt wurde, vor.

shz.de von
erstellt am 01.Mär.2016 | 21:36 Uhr

Die insgesamt 16 Stellungnahmen und Vorschläge sind inzwischen vom beauftragten Wasser- und Verkehrs-Kontor als zusammenfassende und vergleichende Darstellung mit einem Umfang von 53 Seiten aufgearbeitet worden. In der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses stellte Diplom-Ingenieur Arne Rohkohl eingearbeitete Überlegungen vor. Sie betrafen die Verkehrsknotenpunkte Kreuzung Friedrichstraße, die Einfädelung der Busverbindung von der Haltestelle Uetersener Straße auf die Jürgen-Siemsen-Straße, eine schnelle Busverbindung zwischen Tornesch und Uetersen, den sicheren Radverkehr und die Barrierefreiheit im Ortszentrum. Bevor Arne Rohkohl seinen Vortrag begann und die von den Politikern gestellten Fragen zu den in der Öffentlichkeitsbeteiligung eingebrachten Vorschlägen beantwortete, ergriff Henry Stümer (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses, das Wort. „Ich hätte mir gewünscht, dass der gesamte Verkehrsentwicklungsplan im Bauausschuss vorgestellt wird. Wir haben immer wieder nachgefragt und die Antwort der Verwaltung war, dass daran noch gearbeitet wird.“ Die Bauausschuss-Mitglieder bestätigten, dass sie sich nicht an eine Vorstellung des Gesamtplans im Ausschuss erinnern könnten. Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz merkte jedoch an, dass im Dezember 2014 die Vorstellung des 77 Seiten umfassenden Entwurfs im Bauausschuss erfolgt ist. „Wir gehen doch nicht mit einem nicht abgestimmten Entwurf in die Bürgerbeteiligung“, sagte er.

Im Dezember 2014 waren die Mitglieder des Bauausschusses jedenfalls nicht angetan von dem Entwurf des Verkehrsentwicklungsplanes. Ihnen hatten Visionen und umsetzbare Lösungen für die Verkehrsprobleme gefehlt. Offenbar hatten sie eine Überarbeitung und erneute Vorstellung erwartet.

Dies erfolgt nun nach der Öffentlichkeitsbeteiligung. „Wir werden Ergebnisse daraus einarbeiten und Handlungsempfehlungen vorschlagen“, so Arne Rohkohl. Die FDP hatte einen Antrag mit Ergänzungen zum Verkehrsentwicklungsplan vorbereitet. Da nach dem Ende des Vortrags und der Diskussion zügig zum nächsten Tagesordnungspunkt übergeleitet wurde, geriet der Antrag in Vergessenheit. Karlheinz Böhmke (FDP) machte später darauf aufmerksam. Die Politiker kamen überein, die FDP-Anträge zu den Kreuzungen Friedrichstraße und Lise-Meitner-Allee in Oha mit zu den Abwägungen zum Verkehrsentwicklungsplan aufzunehmen.

Umsetzbare Vorschläge und auch Visionen

Ein zusätzlicher Streifen für Rechtsabbieger von der Esinger Straße kommend Richtung Tunnel und die Installation einer „intelligenten Ampel“, die dem Busverkehr von der Uetersener Straße kommend mit einer Grünphase das Einfädeln auf die Jürgen-Siemsen-Straße ermöglicht, gehören zu den umsetzbaren Anregungen für eine Verbesserung des Verkehrsflusses im Ortszentrum. Ein Spurbus als „Schnellbuslinie“ auf der Werksbahntrasse halten die Experten aufgrund des verschiedenartigen Spursystems und der „Überfahrt“ über die Kreuzung an der Esinger Straße für nicht zielführend, um schnell von Tornesch nach Uetersen und zurück zu kommen. Zeitersparnis würde jedoch eine direkte Busverbindung bringen. Geteilte Meinung herrschte über den Vorschlag, mit vier Fahrspuren den Verkehr durch den Tunnel im Ortszentrum zu leiten, dafür den Fuß-und Radweg im Tunnel zu opfern und eine Alternative für Fuß- und Radfahrer zu schaffen. Als „Vision“ soll dieser Vorschlag jedoch im Verkehrsentwicklungsplan enthalten bleiben.

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