Appen musiziert : Inna hat den Krebs besiegt

3494753_800x527_4ffc84fc5a9ef.jpg

Inna aus Kiew hat die Hoffnung nie aufgegeben, dass die Leukämie besiegt werden kann, auch wenn sie zum dritten Mal auftritt und der Krebs deutlich aggressiver in dem Körper wütet. Die Zuversicht und der Mut der 17-Jährigen ist nun belohnt worden. „Inna hat ihren Krebs besiegt“, kann Rolf Heidenberger von „Appen musiziert“ berichten.

shz.de von
10. Juli 2012, 21:37 Uhr

2003 war die Ukrainerin erstmals erkrankt. Zur Chemotherapie mit anschließender Reha kam sie nach Neumünster. Der dortige Verein „Ukrainische Kinderkrebshilfe David“ kümmert sich um die jungen Patienten, die aus dem Umfeld des ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl kommen. 2010 kehrte die Krankheit zurück, konnte jedoch mithilfe von Strahlen- und Chemotherapie erfolgreich bekämpft werden.

Im vergangenen Jahr nahm Inna an einer Reise nach Schleswig-Holstein teil. Geheilte Kinder sollen sich im hohen Norden erholen und neue Kräfte sammeln. Traditionell kommen die tapferen Mädchen und Jungen auch für einen Tag nach Appen. Der Almthof, das DRK und Appen musiziert bieten ihnen einen unbeschwerten Tag auf dem Bauernhof. Eberhardine Seelig, Motor und Herz der Ukrainischen Kinderkrebshilfe, ist gut bekannt mit Rolf Heidenberger. Als nun Inna im Herbst 2011 zum dritten Mal erkrankte und nur eine Knochenmarkspende noch helfen konnte, rief die Neumünsteranerin den Kaufmann an. Zwar waren schnell mehrere potenzielle Stammzellenspender über Dateien gefunden worden, doch die Transplantation inklusive Nachbehandlung sollte 290000 Euro kosten. In dem osteuropäischen Staat gibt es keine Krankenversicherung. Inna und ihre Mutter Ludmilla leben von einem sehr geringen Einkommen.

Heidenberger startete die Aktion „Inna soll leben!“. Er nutzte seine guten Kontakte, dass die junge Frau im Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf behandelt werden konnte, Kosten 150000 Euro. Während der großen Charity-Gala von Appen musiziert am 31. März rief er zu Spenden für die Behandlung von Inna auf.

Das hörte Salem G. Hattab, ein Freund Heidenbergers, der über gute geschäftliche Kontakte in die Vereinigten Arabischen Emirate verfügt. Dort akquirierte er Spenden, unter anderem von der „Landmark Group“ in einer Gesamthöhe von 8000 Euro. Das Geld wird für Medikamente verwendet, die Inna noch zwei Jahre nehmen muss.

Denn im Mai konnten ihr im UKE die Stammzellen transplantiert werden und die Nachbehandlungen waren erfolgreich. Derzeit erholt sich die junge Dame im Ronald McDonald-Haus in Hamburg. Und demnächst kann Inna zusammen mit ihrer Mutter zurück in die Heimat fliegen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert