Dreikönigstreffen bei den Freien Demokraten : Inklusion? Ja, aber. . .

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Das traditionelle Dreikönigstreffen bei der FDP, den Freien Demokraten, stand in Uetersen unter dem Motto der Inklusion. „Irrweg oder Musterlösung“, diese Bandbreite war als Diskussionsgrundlage vorgegeben. Gastgeber Rolf Maßow von der FDP Tornesch-Uetersen freute sich mit der bildungspolitischen Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn, einen Ehrengast und zugleich die Referentin des Abends im Vereinshaus der Grünen Schützen begrüßen zu können. Sie sprach, begleitend zu einem kleinen Imbiss, zum Thema.

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07. Januar 2015, 18:47 Uhr

Wie kann Inklusion an Schulen des Landes gelingen? Die Referentin vertrat die Auffassung, dass inklusiver Unterricht gelingen könne, wenn die (baulichen) Voraussetzungen ausreichend seien. Und auch die Anzahl der Lehrer an Schulen, die sich der Herausforderung der Inklusion stellten, müsse ausreichend sein. Inklusion um jeden Preis, so wie es die Landesregierung sehe, könne es nicht geben. Ein solcher Schritt müsse zudem mit dem Schulträger abgestimmt werden, damit der anschließend nicht in finanzielle Nöte gerate, wenn es gelte, Gebäude handicapgerecht umzubauen.

Typisch deutsch sei es, die Inklusion auf Biegen und Brechen durchzusetzen, so die Referentin. Manche Kinder seien in Förderzentren besser aufgehoben. Ein Irrweg sei die Inklusion nicht, nur die Quotenorientierung sei ein solcher. Die Inklusion müsse unter den Ressourcenvorbehalt gestellt werden.

Die rund 40 Anwesenden stimmten den Einschätzungen weitgehend überein. Alle Angebote, Maßnahmen, Programme, Strukturen, Einrichtungen und Vorschriften seien darauf auszurichten, dass behinderte Menschen diese ohne Nachteile zusammen mit nichtbehinderten Menschen nutzen könnten, aber nur, wenn das auch vor Ort möglich sei. Ein Gast meinte, dass es nun an der Zeit sei, im Bildungsbereich für mehr Ruhe zu sorgen. Die Bildungspolitiker aller Länder sollten sich zur Klausur versammeln und sich einschließen lassen. Erst, wenn man sich in nachhaltigem Sinne geeinigt habe über die Zukunft des Bildungssystems, solle der Raum wieder aufgeschlossen werden. So wie bei einer Papstwahl.

Während des Dreikönigstreffens wurde für das Flüchtlingscafé gesammelt, das in Uetersen eingerichtet werden soll.

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