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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 10:31 Uhr

Kritik : Initiative schreibt an NBE Nordbahn

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zwei Monate sind seit dem Arbeitsgespräch, das Verkehrs- und Wirtschaftsminister Reinhard  Meyer in Tornesch mit Bürgermeistern der Region und Vertretern des Nahverkehrsverbundes Schleswig-Holstein (Nah.SH) und Bahnunternehmen geführt hatte, vergangen. Die Bürgerinitiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“ hatte mehr als 12000 Unterschriften für eine bessere Anbindung des Tornescher Bahnhofs gesammelt, sie an Minister Meyer in Kiel übergeben und damit das Arbeitsgespräch bewirkt.

Für die Tornesch-Forderung nach jeweils zwei Zughalten in der Stunde nach Hamburg-Hauptbahnhof und Hamburg-Altona erteilte der Minister an die Vertreter von Nah.SH und der Bahnunternehmen einen Prüfauftrag. Noch vor der Sommerpause sollte ein weiteres Arbeitsgespräch stattfinden. „Wir wissen, dass Fahrgastzahlen ermittelt werden, ansonsten haben wir keinen Kenntnisstand über die Abarbeitung des Prüfauftrages“, so Gisela Hüllmann, Sprecherin der Initiative „Dorfbahnhof? Nein Danke!“. Sie und ihre Mitstreiter hatten bereits im Februar angekündigt, dass sie am Ball bleiben werden. Und das nicht nur in Sachen RE-Halte aus Kiel und Neumünster.

Nun wendet sich die Initiative in einem Schreiben an die NBE Nordbahn, die seit dem Fahrplanwechsel Dezember 2014 auf der Strecke Itzehoe-Hamburg Hauptbahnhof und Altona unterwegs ist und in Tornesch hält. „Als Nordbahn-Nutzer und durch Gespräche mit Pendlern wissen wir von Missständen, die nicht hinnehmbar sind“, so Gerhard Quast und Gisela Hüllmann.

Als Missstände führen sie auf: 1). Nordbahn-Züge fahren meist mit Verspätung und in den Hauptverkehrszeiten überfüllt in Tornesch ein. „Und dann passiert es, dass die Züge gar nicht mehr in Tornesch halten, sich Türen nicht öffnen oder bereits 30 bis 45 Sekunden vor Abfahrt geschlossen werden. Fahrgäste bleiben zurück, müssen eine Stunde auf den nächsten Zug warten, kommen nicht pünktlich zur Arbeit und zur Schule oder verpassen Termine und Anschlusszüge. Auch etwa 5000 Einpendler nach Tornesch sind von den Verspätungen betroffen“, so Gisela Hüllmann. 2.) Bei Verspätungen, Zugausfällen oder verkürzten Zugfahrten nur bis Altona aufgrund von Bauarbeiten in Hamburg-Hauptbahnhof erfolgen keine Durchsagen. „Das ist doch kein Service“, empören sich Gisela Hüllmann und Gerhard Quast. Auch dass, 3.), der zugesagte zweite Fahrkartenautomat Richtung Pinneberg/Hamburg noch immer nicht installiert und der vorhandene Automat häufig defekt ist, führen Gisela Hüllmann und Gerhard Quast als Kritikpunkte an. Ebenso, dass nur HVV- und Schleswig-Holstein-Tickets erworben werden können. „Wir wissen, dass die Nordbahn-Nutzer auch mit dem Fahrplan nicht zufrieden sind. Seit Dezember 2014 hat sich die Anbindung des Tornescher Bahnhofs verschlechtert. Auch mit dem Busfahrplan gibt es nur noch wenig Übereinstimmung. Viele Pendler sind enttäuscht“, macht Gisela Hüllmann deutlich.

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erstellt am 23.Apr.2015 | 17:56 Uhr

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