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Pflege : Initiative für Ausbildung und Qualifizierung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Allein 30000 Arbeitsplätze in der Altenpflege sind derzeit bundesweit unbesetzt. Und der Bedarf steigt weiter, denn aus den derzeit 2,4 Millionen hilfe- und pflegebedürftigen Menschen werden bis zum Jahr 2030 3,3 Millionen.

Über die Zukunft der Pflege hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder während eines Besuchs des Appener Dana Pflegeheims mit Dr. Yazid Shammout, Geschäftsführer des Dana Konzerns diskutiert. An dem Gespräch nahmen zudem der Landesvorsitzende der Seniorenunion, Karl Heinz Starck, sowie die Appener Einrichtungsleiterin Anne Schäfer teil. Der Kreis-Pinneberger Parlamentarier verwies auf die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive der Bundesregierung. Ihr zugrunde liegt eine Zielvereinbarung von Bundesfamilienministerium, Ländern und Verbänden. Bis zum Jahr 2015 sollen die Ausbildungszahlen jährlich um zehn Prozent gesteigert werden.

Als Beispiel aus der umfangreichen Palette der Vorhaben griff Schröder die Finanzierung des dritten Umschulungsjahres in der Altenpflege durch die Bundesagentur für Arbeit heraus. „Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um mehr Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Von den Förderangeboten profitiert auch Stefanie Peters. Die gelernte Friseurin arbeitete nach einer Familienphase als Altenhelferin und wird nun in der Dana und mit Unterstützung der Arbeitsagentur zur Pflegefachkraft ausgebildet. „Sehr gut“ sei diese Möglichkeit der Qualifizierung für sie.

Zur Minderung des Fachkräftemangels will die Dana ausländische Mitarbeiter integrieren. Die Arbeitslosenquote liegt etwa in Spanien bei 25 Prozent. Mehr als die Hälfte der 18- bis 24-Jährigen sind ohne Job.

Die Überprüfung der Qualifikation durch deutsche Behörden sei völlig in Ordnung, so Dr. Shammout. „Nicht jeder, der von sich behauptet, ein Arzt zu sein, ist auch einer“, stellt er fest. Problematisch sind jedoch aus seiner Sicht die hohen Sprachanforderungen, die ausländische Pflegekräfte erfüllen mussten. Auch durch den Einsatz von Familienministerin Kristina Schröder konnte die Dana eine Vereinbarung mit den zuständigen Ministerien in Kiel und Hannover abschließen.

Danach gab es Spracherleichterungen für spanische Pflegefachkräfte. So wird es ihnen nunmehr ermöglicht, den Sprachkurs berufsbegleitend zu machen und nicht wie zuvor gefordert, bei der Einreise nach Deutschland den Sprachnachweis vorzulegen. Eine erste Gruppe mit 14 jungen Andalusiern gibt es bereits bei der Dana Senioreneinrichtungen GmbH, berichtet der Geschäftsführer. Demnächst folgt ein zweiter Kurs mit 20 spanischen Pflegefachkräften. „Wir mussten keine Anzeigen schalten“, berichtet Dr. Shammout“, alle Plätze gingen über Mund-zu-Mund-Propaganda weg.“ www.altenpflegeausbildung.net

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erstellt am 07.Jan.2013 | 21:15 Uhr

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