Infos zur Feuerbestattung

Ein Blick in den Abschiedsraum des Krematoriums Tornesch.
Ein Blick in den Abschiedsraum des Krematoriums Tornesch.

Krematorium Tornesch Tag der offenen Tür am 5. November mit Führungen und Gesprächen

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01. November 2016, 16:34 Uhr

Wie läuft eine Feuerbestattung ab? Wie arbeitet das Krematorium Tornesch? Diese und andere Fragen werden Interessierten am Sonnabend, 5. November, im Krematorium Tornesch, Lise-Meitner-Allee 10, beantwortet. Die Betreiberin des Krematoriums, die Feuerbestattungen Schleswig-Holstein GmbH, lädt von 10 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

Die Mitarbeiter des Krematoriums werden bei Führungen die Räume des Krematoriums zeigen und Erläuterungen zum Ablauf einer Einäscherung geben. 2004 hat das Krematorium Tornesch als zweites privates Krematorium in Schleswig-Holstein seinen Betrieb aufgenommen. Seit 2010 gibt es einen würdevoll gestalteten Abschiedsraum, in dem Trauernde auf Wunsch am offenen Sarg von dem Verstorbenen Abschied nehmen können. Denn Angehörige dürfen zum Zeitpunkt der Einäscherung anwesend sein und vom Abschiedsraum durch eine Fensterscheibe das Einfahren des Sarges in den Verbrennungsofen verfolgen.

Die Mitarbeiter des Krematoriums werden umfassend Einblick in das Thema Feuerbestattung geben und Fragen zu den Abläufen beantworten. Die Feuerbestattungen Schleswig-Holstein GmbH verfolgt als Dienstleister in der Region das Ziel, der Bevölkerung als Partner bei Fragen zur Trauerkultur zur Verfügung zu stehen und ist bestrebt, zur Enttabuisierung der Themen Sterben, Tod und Trauer beizutragen. Die Feuerbestattung ist zu einer alternativen Bestattungsform zur Erdbestattung geworden. In deutschen Großstädten ist heute mehr als die Hälfte aller Bestattungen eine Feuerbestattung. Noch im 19. Jahrhundert war die Feuerbestattung nur wenigen Bürgern in Deutschland möglich, da sie kostenintensiver als eine Erdbestattung war und einer besonderen geistigen Haltung bedurfte. 1887 wurde in Gotha das erste deutsche Krematorium gebaut.

Ein Blick in die Historie zeigt jedoch, dass noch in der europäischen Antike Feuerbestattungen die häufigste Bestattungsform waren. Der stärker werdende Einfluss des Christentums brachte allerdings 789 das Verbot der Feuerbestattung mit sich. Die Zeit der Aufklärung, gesellschaftliche Veränderungen und das Wissen um die Bedeutung von Hygiene führten zu einem Umdenken in gebildeten bürgerlichen Kreisen.

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