zur Navigation springen

Gedankenaustausch : Industriepolitik und Zughalte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Gespräche vor Ort zum Jahresanfang mit Bürgermeister Roland Krügel und Vertretern der SPD-Ortspolitik, um aus erster Hand zu erfahren, „wo der Kommune der Schuh drückt“, in welchen Bereichen es vorangeht und wie Entscheidungen auf Landes- und Bundesebene die Entwicklungen und finanzielle Lage der Kommune beeinflussen, gehören zu einem festen Arbeitsbestandteil des SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2012 | 20:50 Uhr

Im Mittelpunkt des jüngsten Treffens stand die Zuganbindung des Tornescher Bahnhofs. Seit Jahren hat Tornesch in Ernst Dieter Rossmann einen Unterstützer in der Forderung nach Regionalexpresszug-Halten. „Tornesch gehört zu den Kommunen im Kreis, in denen sich Wirtschaftsunternehmen angesiedelt haben und weiter expandieren wollen. Um das weiter zu unterstützen, ist eine gute Verkehrsanbindung und soziale Infrastruktur notwendig“, betonte Ernst Dieter Rossmann und verwies auf die aktive Industriepolitik, die seine Bundespartei fordert. Dass in Tornesch die Unternehmen Loll, Hawesko und die PantherGruppe Erweiterungen planen, vernahm der SPD-Bundestagabgeordnete anerkennend. Dass die Uetersener Politik gerade die Erweiterung von HellermannTyton blockiert, sorgte bei ihm für Unverständnis.

„Zu den Betrieben müssen die Arbeitskräfte kommen und dafür brauchen wir die Regionalexpresszug-Halte. Wir haben das Gefühl, wir werden mit unserem Bahnhof, an dem immerhin werktags 3300 Pendler, und das sind mehr als ins Flensburg, ein- und aussteigen, abgehängt“, so Roland Krügel bezugnehmend darauf, dass es zu einer Taktverdichtung der Regionalexpresszüge kommen soll, diese aber wieder nicht in Tornesch halten werden. Bürgermeister Roland Krügel kündigte an, gemeinsam mit Bürgermeistern der Region einen Protest- und Forderbrief an das Kieler Verkehrsministerium und den Wirtschaftsausschuss zu senden und eine politische Entscheidung zu verlangen. „Die Taktverdichtung von Kiel nach Hamburg verbunden mit einem Halt am Tornescher Bahnhof würde einen doppelten Nutzen bringen“, so Rossmann. In den Gedanken guter Nachbarschaft von Kiel bis Hamburg müsse auch Tornesch endlich einbezogen werden, zumal in Tornesch Park-and-Ride-Kapazitäten zur Verfügung stehen, über die Elmshorn nicht verfüge, so der SPD-Bundespolitiker. Auch er drängt darauf, dass sich CDU-Verkehrsminister Jost de Jager das Thema zur „Chefsache“ macht und sich bekennt. Denn mit der Taktverdichtung würden die bisherigen Argumente gegen einen Regionalexpresszug-Halt in Tornesch wegfallen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert