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Schulmensa : In Uetersen blickt man nun nach vorn

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Martina Goetz, Geschäftsführerin der „Fisole“, hat ihren Rückzug angekündigt, das Ende des Engagements in Uetersen.

Was bedeutet das nun für den Standort an der Bleekerstraße? Gibt es bereits eine Alternative, die die Stadt quasi aus dem Ärmel schütteln kann? Bürgermeisterin Andrea Hansen sagte gestern im UeNa-Gespräch: „Ich bedauere, dass die ‘Fisole’ aufhört. Es war eine gute Zusammenarbeit.“

Mit der Zwei-Millionen-Euro-Investition in der Altstadt, also mit dem Mensagebäude, sei man für die Zukunft gut aufgestellt. Die Bürgermeisterin ist sich sicher, dass Verwaltung und Politik einen neuen Betreiber finden werden.

Andrea Hansen: Ich werde die beiden betroffenen Schulen an einen Runden Tisch bitten, um den Neustart gemeinsam zu gestalten. Es wird keine Lücke geben. An diesen Runden Tisch gehören nach Ansicht der Bürgermeisterin neben der jeweiligen Schulleitung die Eltern- und die Schülervertretungen.

„Ich bin sehr froh, dass sie nicht per 31. Dezember kündigt. So haben wir jetzt die Zeit, die wir benötigen, um mit einem Betreiber Gespräche aufzunehmen“, so die Verwaltungsleiterin, die diesbezüglich darauf hinweist, dass sich der Runde Tisch nicht mehr in diesem Jahr zusammenfinden wird. Hektik sei nicht angesagt. Von Alexej Stroh, Schulleiter am Ludwig-Meyn-Gymnasium, war gestern keine Stellungnahme zu erhalten. Er verfüge über den UeNa-Artikel hinaus noch über keine Informationen, hieß es.

Sein Kollege, Wolfgang Balasus von der Regionalschule „Rosenstadtschule“, äußerte sich jedoch: „Es ist nicht überraschend, sondern konsequent. Dass es Probleme gibt, ist schon lange bekannt. Ich habe damit gerechnet, dass die Fisole die Konsequenzen zieht.“ Auch für Balasus ist der Schritt bedauerlich. Denn man sei mit viel Mühe und Energie ans Werk gegangen. Leider habe es, trotz aller Bemühungen, nicht gereicht. Balasus: „Ich finde es sehr nobel, dass Frau Goetz einen reibungslosen Übergang anstrebt, damit unsere Schüler nicht unversorgt bleiben. Man muss jetzt nach vorne schauen, einen qualifizierten Nachfolger finden und dann alles dafür tun, dass dieses Konzept zu einem Erfolg geführt wird. Der neue Betreiber muss ein gesundes und schmackhaftes Essen zu vertretbaren Preisen anbieten. Darauf müssen unsere Bemühen gerichtet sein.“ Wenn das dann auch noch mit dem Motto „All you can eat“ verbunden werde, sei er sich sicher, „dass unsere Nutzerzahlen sprunghaft ansteigen werden. Sowohl auf Schüler- als auch auf Lehrerseite.

Zurückweisen will Wolfgang Balasus den Vorwurf der Mensabetreiberin, dass es im Wesentlichen an der Rosenstadtschule gelegen habe, dass die notwendigen Zahlen nicht realisiert worden seien.

Auch aus der Uetersener Politik gibt es eine erste Stellungnahme: „Das ist keine Überraschung“, so Rolf Maßow von der FDP-Fraktion. Aus der Sicht der Betreiberin und der Finanziers gibt es keine Möglichkeit, länger Verluste einzufahren. Das wäre kaufmännisch unvernünftig. Nach einer Anlaufphase, während der man sicherlich mit Verlusten rechnen musste, müsste jetzt der Zeitpunkt eingetreten sein, wo man in die Deckunsphase kommt. Wenn das nun nicht der Fall ist, muss man sicherlich Schluss machen. Wir freuen uns darüber, dass es einen geregelten Übergang an einen neuen Betreiber geben kann.“

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erstellt am 30.Nov.2011 | 21:03 Uhr

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