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Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 20:51 Uhr

Drostei : In trockenen Tüchern

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Einig waren sich alle Fraktionen, als der Kreistag am 11. Dezember dem Budgetvertrag einstimmig zustimmte, der gestern in der Drostei von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Oliver Stolz unterzeichnet wurde. Das Vertragswerk sieht eine jährliche Förderung der Drostei von 151000 Euro vor, die aus dem Haushalt des Kreises kommen. Unbenommen bleibt es der Stiftung darüber hinaus, weitere Fördermittel für Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekte nach der Kulturförderrichtlinie des Kreises zu beantragen.

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erstellt am 20.Dez.2013 | 22:06 Uhr

Der Landrat dankte der Kreispolitik für diese Zustimmung. „Damit wird auch die Arbeit der Stiftung in den vergangenen Jahren anerkannt“, so Oliver Stolz.

Außerdem stellte sich der neue Geschäftsführer der Drostei vor: Jens Bollwahn tritt die Nachfolge von Siegfried Retzke an, der die Aufgabe von vornherein nur als vorübergehendes Engagement sah und die Doppelbelastung (Retzke ist Abteilungsleiter der Abteilung Schule und Kultur beim Kreis) nicht weiter bewältigen möchte. Siegfried Retzke hatte die Aufgabe vor rund zweieinhalb Jahren übernommen und Licht ins Dickicht der Drostei-Finanzen und der quasi nicht vorhandenen Buchhaltung der Stiftung gebracht, Kraut von Rüben getrennt und innerhalb jener Zeit vier Jahresabschlüsse nachgeholt. Davon, dass er sich nun in ein „gemachtes Nest“ setze, wollte Bollwahn nicht sprechen, wies aber dennoch darauf hin, dass die finanzielle wie auch die künstlerische Situation der Stiftung Landdrostei für ihn ganz andere Bedingungen bereithalte, als damals für Retzke, der im Prinzip als Sanierer einer mindestens finanziell fast an die Wand gefahrenen und künstlerisch in bürgerfernen Sphären schwebenden Stiftung gilt. Bollwahn, der seit fünf Jahren den Fachdienst für Controlling und Finanzen des Kreises Pinneberg leitet, sagte: „Ich freue mich, mit einer tollen künstlerischen Leitung und einer starken Truppe zusammenzuarbeiten.“

Kreispräsident Burkhard E. Tiemann würdigte auch die Arbeit der Künstlerischen Leiterin Stefanie Fricke: „Sie hat all das, was die Politik für die Drostei immer gefordert hat, innerhalb kürzester Zeit angeschoben und teilweise sogar schon verwirklicht und die kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche auf einen ganz hervorragenden Weg gebracht. Davon profitieren wir alle. Im Jahr 2011 schrieb die Stiftung Landdrostei erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen; die Erträge überstiegen die Aufwendungen deutlich. Die Beteiligung der Stadt Pinneberg hingegen sank auf nur noch 5000 Euro im Jahr.

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