Musik : In Tornesch pulsiert das Leben: Klänge purer Lebensfreude beim Doppelkonzert

Orchesterleiter Leonid Klimaschewski führte sein VHS-Akkordenorchester Harmonia wieder zu Höchstleistungen.
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Orchesterleiter Leonid Klimaschewski führte sein VHS-Akkordenorchester Harmonia wieder zu Höchstleistungen.

VHS-Akkordeonorchester Orchester Harmonia und Trommel-Ensemble Debe Debe begeisterten mit musikalischer Weltreise.

shz.de von
12. Mai 2018, 13:00 Uhr

Tornesch | Dass Musik keine Worte braucht und die Menschen über Kontinente hinweg verbindet, war beim ausverkauften Frühlingskonzert des VHS-Akkordeonorchesters Harmonia in der Aula der Klaus-Groth-Schule von den ersten Klängen an zu spüren. Die Akkordeonvirtuosen unter Leitung von Leonid Klimaschewski unternahmen mit den Zuhörern eine musikalische Reise um die Welt. Dabei wurde der Aufenthalt auf dem afrikanischen Kontinent zu einem musikalischen Feuerwerk. Denn als Mitgestalter des Abends hatte das Akkordeonorchester die VHS-Trommelgruppe Debe Debe eingeladen.

Durch den Abend führte in bewährter Weise Alf Säuberlich. Der Trompeter ist seit vielen Jahren dem VHS-Orchester freundschaftlich verbunden und moderiert die Konzertabende. Auch diesmal hatte er zu den Stücken und deren Komponisten Informationen zusammengetragen und stimmte die Konzertbesucher auf die Melodien ein.

Musikalisch in den „Wilden Westen“

Als musikalischen Auftakt hatten sich Klimaschewski und seine 13 Akkordeonspieler „Banana Rock“ von Steve McMillan ausgewählt und damit sofort eine fröhliche Atmosphäre erzeugt, die sich durch den ganzen Abend zog.
Mit der Karl-May-Suite von Martin Böttcher nahmen die Akkordeonspieler ihr Publikum mit in den „Wilden Westen“ und wer bei den Klängen „Auf dem persischen Markt“ von Albert W. Ketelbey die Augen schloss, sah sich in den Orient versetzt. Begleitet wurden die Akkordeonspieler wie gewohnt von Peza Boutnari am Schlagzeug. Und mit Katja Schöning am Xylophon hatte Harmonia-Leiter Klimaschewski eine weitere musikalische Bereicherung der Arrangements erreicht.

Erstmals bei einem Konzert zum Einsatz kam auch das von der VHS Tornesch-Uetersen finanzierte neue Bass-Akkordeon, das von Anja Dröse gespielt wird. Temperamentvoll und mitreißend präsentierten Henry Anyanga und seine Ensemblemitglieder von Debe Debe afrikanische Lieder. Der 32-jährige gebürtige Kenianer leitet seit vier Jahren die VHS-Trommelgruppe, die mit der Teilnahme am Frühlingskonzert des Akkordeonorchesters Harmonia ihren ersten großen Auftritt hatte.

Anyanga und die neun Frauen und Männer des Ensembles steckten die Zuhörer mit ihren fröhlichen Rhythmen förmlich an. Es wurde mitgeklatscht und in von Anyanga vorgesprochene Textzeilen eingestimmt. Auf Trommeln und anderen afrikanischen Rhythmusinstrumenten gestaltete das Ensemble eigene Programmteile, begleitete aber auch das Akkordeonorchester zum Beispiel bei den weltberühmten Dschungelbuch-Melodien von Robert B. Sherman oder „African inspirations“ von Markus Götz. Musiker Anyanga sorgte nicht nur mit den Trommelrhythmen für Stimmung, er tanzte singend oder afrikanische Flöte spielend zwischen den Notenständern und Instrumenten auf der Bühne.

Zugabe „Thank you for the music“

Seinen krönenden Abschluss fand der Konzertabend, bei dem die Akkordeonspieler die Herzen der Zuschauer auch mit Songs wie „Can you feel the love tonight“ von Elton John/Tim Rice, „The lion sleeps tonight“ von George David Weiss oder Mike Batts „Caravans Theme“ öffneten, mit dem Song „Africa“ von David Paich/Jeff Porcaro, bei dem die Mitglieder des Akkordeonorchesters und des Trommelensembles noch einmal beeindruckend ihr Können unter Beweis stellten.

Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus für ein Konzert, das Lebensfreude versprühte, und freute sich über die Zugabe mit dem Abba-Song „Thank you for the music“. Orchesterleiter Klimaschewski gab mit den Worten „Sie sind stets ein wunderbares Publikum. Ohne Sie hätten wir diese Konzerte nicht“ seiner Freude über die Begeisterung Ausdruck. Mit beigetragen zu dem gelungenen VHS-Konzertabend hatten wieder Mitglieder der Technik Arbeitsgemeinschaft der Klaus-Groth-Schule. Sie sorgten für Ton und Beleuchtung.


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