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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 00:30 Uhr

Handball : In die 2. Runde gemüht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer am Donnerstagabend mit etwas Verspätung in die Alte KGST-Halle kam und nichts von der kuriosen Vorgeschichte der Heimrecht-Thematik wusste, dem konnte Angst und Bange werden um die 1. Männer des TuS Esingen. Im HHV-Pokal-Erstrunden-Duell gegen den FC St. Pauli II führte nämlich auf der Anzeigetafel fast durchweg der Gast. Das Gute daran: Die Esinger waren in der eigenen Halle offiziell die Gast-Mannschaft. Denn als Oberligist hätten sie im Pokal eigentlich bei St. Pauli II, das zwei Klassen tiefer in der Landesliga um Punkte kämpft, antreten müssen. Weil es die Verantwortlichen des Kiez-Klubs jedoch versäumten, dem TuS fristgemäß zwei Spieltermine vorzuschlagen, wurde in Tornesch gespielt. Die Spielpaarung hieß aber weiterhin „FC St. Pauli II gegen TuS Esingen“.

Für den „Gast im eigenen Hause“ warfen Tom Schmitt und Jan Rabe schnell zwei Tore, doch dann trafen die Hamburger dreimal in Folge (3:2/6. Minute). Die Esinger antworteten darauf mit vier Toren am Stück zum 3:6 (15.). Beim 7:7 (19.) und 8:8 (22.) gab es noch zwei ausgeglichene Spielstände, ansonsten führten stets die Esinger ‒ in der ersten Hälfte aber nie höher als mit drei Toren. Zur Pause stand es 10:13. „Es waren einige Kuriositäten dabei, wie es sie im Pokal immer wieder gibt“, sagte Claas-Peter Schütt, der die TuS-Männer zusammen mit Till Krügel trainiert. So traf etwa St. Paulis Kreisläufer gleich dreimal, nachdem ihn seine Mitspieler nicht mit einem Pass bedient, sondern den Ball einfach in die Menge gefeuert hatten. „Das habe ich so auch noch nie erlebt“, schmunzelte Till Krügel.

Im zweiten Durchgang baute der Oberligist seinen Vorsprung zunächst bis zum 12:19 aus (41.). Beim 18:21 (49.) und 19:22 (51.) verkürzten die St. Paulianer zwar noch zweimal bis auf drei Tore, wirklich in Gefahr bringen konnten sie den Favoriten-Sieg aber nicht mehr. Sehenswert war das Tor zum 20:25, bei dem Jonathan Karow eine Ecke von Jannik Genz ins Netz hechtete (55.). „Ich hätte mir gewünscht, dass er diesen Ball mit dem Kopf versenkt“, lachte Schütt.

„Unser Sieg war zwar nie in Gefahr, aber wir haben mühevoll gewonnen“, lautete Till Krügels Urteil nach dem 23:28-Endstand. Dass die Tornescher nicht deutlicher gewannen, erklärten die beiden Trainer auch damit, dass sie „die Trainingswoche nicht auf das Pokalspiel ausgelegt“ hätten.

Schütt war trotzdem „nicht unzufrieden“ und Till Krügel sprach Jonathan Karow, der nach seiner schweren Verletzung immer besser in Form kommt, ein Sonderlob aus.

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erstellt am 09.Okt.2015 | 20:57 Uhr

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