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Familienbildungsstätte : In den und für die Familien

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Niederschwellig, unbürokratisch, gut vernetzt und effizient – die Familienbildungsarbeit ist heute ein wichtiger Baustein von Jugendhilfe und Familienbegleitung mit einem professionelen Beratungsangebot und umfangreichem Bildungsauftrag. Und einem eigenen Haus, nämlich der Familienbildungsstätte (FBS).

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erstellt am 14.Apr.2015 | 21:42 Uhr

In diesem Jahr nun wird die Familienbildungsarbeit in Wedel 30 Jahre alt. Und damit nicht genug: Weil außerdem die Kindertagespflege 20 Jahre und die Familienbegleitung „wellcome“ zehn Jahre alt werden, beide Bereiche sind ebenfalls in der Familienbildungsstätte angesiedelt, steht am Sonnabend, 25. April, ein großes Fest an, zu dem jeder eingeladen ist. „In den letzten 30 Jahren hat sich die Familienbildung immer weiter von einer Beratungs- und Bildungseinrichtung zu einem Träger der freien Jugendhilfe entwickelt“, sagte Leiterin Ulrike Wohlfahrt. Das Besondere sei die richtige Mischung zwischen den klassischen und den neuen Aufgaben.

Wer sich heute an die Wedeler Familienbildungsstätte wendet, kann nicht nur das klassische Eltern-Kind-Angebot nutzen, sondern auch Informationsveranstaltungen und Kurse besuchen, Unterstützung bei der Kinderbetreuung bekommen oder auf Hilfe bei der Bewältigung des Familienalltags oder bei Überforderung zurückgreifen. „Hilfe anzunehmen, fällt vielen Menschen bei uns besonders leicht, weil wir in einem anderen Zusammenhang bestens bekannt und vertraut sind“, so Ulrike Wohlfahrt. Dadurch sei die Hemmschwelle gering. Sich mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern und sich dabei immer wieder auf die aktuellen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen einzustellen – Familienbildung hat auch den Auftrag, modern zu bleiben. Dass sich das lohnt, zeigt der Zuspruch für das Angebot der Kindertagespflege. Die Wedeler FBS ist für 80 Tagesmütter und -väter zuständig, die mehr als 450 Kinder betreuen. Tendenz deutlich steigend!

„wellcome – praktische Hilfen für junge Familien“ gibt es seit 2005. Eröffnet als 20. Standort in Schleswig-Holstein hat er sich inzwischen zum zweitgrößten entwickelt. 23 ehrenamtliche Helfer leisten im Jahr deutlich mehr als 1200 Arbeitsstunden und unterstützen Familien mit kleinen Kindern bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres. Erfolgreich ist die Arbeit in den Familienbildungsstätten vor allem wegen des gut funktionierenden Netzwerks, zu dem neben Jugendämtern auch Kinderärzte, Hebammen und Gynäkologen gehören. Und auch diese enge Zusammenarbeit wird am 25. April gefeiert.

So feiert die Familienbildungsstätte

Es wird keinen Empfang geben wie noch beim 25. Geburtstag der Familienbildung. Stattdessen möchte die Leiterin der Familienbildungsstätte (FBS) Wedel, Ulrike Wohlfahrt, alle Menschen einbinden. Deshalb wird der Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür am 25. April von 15 bis 18 Uhr gefeiert. Die Turnhalle an der Pestalozzischule, zu erreichen über Op’n Klint oder Autal, ist bereits gebucht. Vorgesehen ist eine Mischung aus Information und Aktion, die FBS-Einrichtungen stellen sich ebenso vor wie die Referenten. Dazu gibt es vor allem für Kinder reichlich Gelegenheit, sich zu bewegen, zu basteln oder zu musizieren. Das „wellcome“-Team übernimmt die Cafeteria, und die Referentinnen kümmern sich darum, dass sich die Besucher an einem internationalen Büfett quasi durch die Welt naschen können. (cel)

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