Pinneberger Stadtbild : In Aufbruchsstimmung

Es herrscht Aufbruchstimmung in Pinneberg. Die Stadt will ihr Image unverwechselbar profilieren und dieses Bild positiv in die Öffentlichkeit tragen. Die Fäden für diesen Markenbildungsprozess hält ab heute Dirk Matthiessen in der Hand. Er ist Pinnebergs erster Stadtmarketingmanager, eingestellt von dem erst im Dezember vergangenen Jahres gegründeten Stadtmarketingverein unter Vorsitz des VR-Bank-Chefs Dr. Horst Alsmüller.

shz.de von
31. Juli 2012, 20:48 Uhr

Dirk Matthiessen weiß, wovon er spricht. Zwölf Jahre lang war er Stadtmarketingmanager in Dithmarschens Kreisstadt Heide und hat erfolgreich das Bild der „Marktstadt im Nordseewind“ geprägt. Ein ganz eigenes Markenbild, getragen von einem Wir-Gefühl aller Bürger, möchte der Marketing- und Vertriebsexperte nun auch für Pinneberg kreieren und im öffentlichen Raum kommunizieren. Bei seiner Arbeit baut Matthiesen auf die Bürger als Ideenbörse und auf ein gesellschaftlich breitgefächertes Netzwerk von Partnern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Kultur, Vereinen und Verbänden.

Für diesen ständigen Dialog wird er seine Türen in dem neuen Stadtmarketingbüro in der Bismarckstraße 6 weit offen halten, ebenso den Kontakt im öffentlichen, privatwirtschaftlichen und ehrenamtlichen Bereich suchen. „Ich freue mich auf diese klassische Stadtmarketingaufgabe“, sagt Matthiessen und betont, dass es in Pinneberg bereits eine gute Basis mit dem bisherigen Engagement der Stadt und der Wirtschaftsgemeinschaft der Pinneberger Betriebe gebe, etwa bei den Veranstaltungen. Die Basis für ein professionelles Stadtmarketing hat der bislang 27 Mitglieder zählende Stadtmarketingverein, dem auch die Stadt, die Wirtschaftsgemeinschaft und die VR-Bank angehören, in den ersten Monaten seines Bestehens geschaffen. Drei Arbeitskreise unterstützen bei den Themen Imagebildung, Immobilienleerstand in der Innenstadt und Kultur. Etwa 75000 Euro Jahresmitgliedsbeiträge stehen zur Verfügung, die Stadt bezuschusst den Stadtmarketingverein in den ersten drei Jahren mit insgesamt 300000 Euro.

Allerdings, so Horst Alsmöller, seien davon auch Personalkosten und die Kosten für die Feste in der Stadt zu tragen. Neue Mitglieder seien deshalb wichtig. Privatleute könnten dies bereits für 200 Euro Beitrag werden, Vereine für 250 Euro, Firmen für 1000 bis 10000 Euro.

Der amtierende Bürgermeister Klaus Seyfert setzt große Hoffnungen in den Stadtmarketingverein: „Es haben alle begriffen, dass ein Stadtmarketing fehlte. Die Chance, Pinnebergs Attraktivität mit Professionalität zu steigern, ist groß!“

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