Energiewende : Immer mehr „grüner“ Strom im Kreis Pinneberg

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Der Wandel, weg vom Strom aus Kohle und Atom und hin zu Energie aus regenerativen Energiequellen schreitet weiter voran.

shz.de von
07. September 2011, 19:55 Uhr

Immer mehr Energieversorger steigen um und wollen ihren Kunden diesen sauberen Strom nicht vorenthalten. Doch dabei gilt es einiges zu beachten, denn hinter manchen Angeboten steckt oftmals reiner Etikettenschwindel.

So verwenden viele Anbieter oftmals zwar das Label „Ökostrom“, die Energie hingegen stammt lediglich aus dem Ankauf von sogenannten RECS-Zertifikaten, die Strom, der weiterhin aus Atom- oder Kohlekraft stammt, in sauberen Strom umetikettieren. Die Anbieter erwerben durch den Kauf dieser Zertifikate das Recht, weiterhin ihren Strom verkaufen zu können, nur eben mit dem Etikett „sauber“.

Echten Ökostrom gibt es im Kreis Pinneberg aber schon bei immer mehr Anbietern. So haben in der vergangenen Woche die Stadtwerke Pinneberg ihr neues Stromprodukt gestartet. Die Stadtwerke kaufen ihren Strom direkt aus dem Wasserkraftwerk Aura in Norwegen, zudem investieren die Stadtwerke pro verbrauchter Kilowattstunde 1 Cent netto in den Ausbau von regenerativen Energien. Geschäftsführer Henning Fuchs kritisierte den Vertrieb von Strom aus RECS-Zertifikaten bereits im März dieses Jahres scharf und kündigte damals an, nur sauberen Strom verkaufen zu wollen. Das tun sie jetzt und zwar unter anderem nach Pinneberg, Hamburg, Borstel-Hohenraden und Tangstedt. Doch auch in Uetersen und Umgebung haben Stromkunden seit Kurzem die Möglichkeit, reinen Ökostrom zu bekommen, denn die Stadtwerke Uetersen beziehen ihren Strom aus dem Windpark Uetersen (wir berichteten). Von dort wird die Energie direkt in das Netz eingespeist, somit ist dieser Strom ebenfalls frei von Atom oder Kohle. Die Stadtwerke Uetersen liefern ihren Strom in die Gemeinden Uetersen, Heidgraben. Moorrege, Haselau und Haseldorf, Neuendeich und Groß Nordende.

Mit dem Kauf von Ökostrom können die Verbraucher somit etwas für die Energiewende tun, denn je mehr Haushalte, Gewerbe und Industrien Strom aus regenerativen Quellen beziehen, um so „grüner“ wird der deutsche Stromsee. Und damit kann jetzt im Kreis Pinneberg und Uetersen angefangen werden.

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