Getriebeschaden : Im Windpark wird repariert

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Aus Viöl bei Husum kommen die Techniker, die derzeit im Windpark Uetersen arbeiten. Noch ist es nicht das beabsichtigte „Repowering“, das die Fachleute in die Rosenstadt führt. Vielmehr muss, informiert Detlef Uedsen vom Windpark, an der Anlage „vier“ ein Getriebe nebst Hauptwelle ausgetauscht werden. Per „Condition Monitoring“ (Ferndiagnose per PC-Programm) habe man eine Unwucht festgestellt. In einer Fettprobe habe man später Eisenspäne gefunden, die auf einen Getriebeschaden hindeuteten.

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20. September 2011, 21:29 Uhr

Die Kosten für den Austausch belaufen sich auf rund 200000 Euro. Uedsen hofft, dass die Kosten auch nach zehn Jahren von der Versicherung übernommen werden, wie bislang bei den vier anderen Anlagen, deren Getriebe ausgewechselt werden mussten. Nach Angaben des Uetersener Fachmannes treffen enorme Kräfte auf die einzelnen Windmühlen, die jeweils 1800 PS (1,3Megawatt) leisteten. Zehn Jahre sei eine gute Laufzeit. Nach wie vor laufe eine Anlage mit dem ersten Getriebe prima. An der Anlage „zwei“ habe man, so Uedsen, Schäden an den Blattlagern festgestellt, sodass auch diese jetzt ausgetauscht werden. Die Kosten dafür betragen nach Angaben des Betreibers rund 40000 Euro. „Weil der Kran bereits vor Ort ist, sparen wir Kosten“, sagt Uedsen.

Die Arbeiten dauern noch mindestens bis zum Freitag an. Wer den Arbeiten zuschauen mag, ist herzlich willkommen. Radfahrer können zudem – wie in jedem Jahr – Äpfel pflücken. Diese wachsen an den Bäumen, die die Windparkgesellschaft als Ausgleichsfläche am Hauptweg anlegen musste und stehen jedermann kostenfrei in kleinen Mengen zur Verfügung.

Am Donnerstag geht es im Rathaus ebenfalls um das Thema Windpark. Die CDU wird im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss (Sitzungsbeginn ist um 19 Uhr) einen Antrag vorlegen, der die Erweiterung des Windparks in Richtung Westen bis zur Stadtgrenze vorsieht. Das ist eine Voraussetzung für das angestrebte Repowering.

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