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Gelöbnisfeier und Vereidigung in Uetersen : Im Lichte der Öffentlichkeit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das feierliche Gelöbnis und die Vereidigung von Soldaten am 19. Februar in der Rosenstadt nimmt Strukturen an. Die Sicherheitslage wird derzeit als gut eingeschätzt, sodass sich die Beeinträchtigungen der Bürger in Grenzen halten wird. Im Gegenteil: Diese sind herzlich willkommen, um 16 Uhr als Zuschauer auf dem Marktplatz zu erscheinen, um dort dem militärischen Zeremoniell beizuwohnen.

Hauptpersonen an diesem Tag, der von der I. Lehrgruppe der Unteroffizierschule der Luftwaffe (Appen) durchgeführt, vom Marinemusikkorps begleitet und von der Stadt Uetersen veranstaltet wird, sind rund 700 Soldaten aus sechs Verbänden. Sie gehören den beiden Lehrgruppen der USLw an, der Schule für Strategische Aufklärung der Bundeswehr aus Flensburg, dem Bataillon Elektronische Kampfführung 911 aus Stadum, dem Bataillon Elektronische Kampfführung 912 aus Nienburg/Weser und dem Spezialpionierbataillon 164 aus Husum.

Uetersen, Partnerstadt der in der Marseille-Kaserne beheimateten USLw, ist seit 50 Jahren zum ersten Mal wieder Ausrichter einer solchen Veranstaltung, zu der rund 3000 Gäste erwartet werden. Der Gelöbnisfeier/Vereidigung vorgeschaltet ist ein Gottesdienst in der Klosterkirche. Der beginnt um 14 Uhr und wird vom Militärgeistlichen Pastor Arend Engelkes geleitet. Der Gottesdienst ist öffentlich.

Weil die Bundeswehr nichts dem Zufall überlässt, schon gar nicht solche Dinge, welche die Integration junger Soldaten in die soldatische Gemeinschaft fördern sollen (Gelöbnis/Vereidigung), wird der Ablauf am Veranstaltungstag um 9 Uhr geübt. Am 19. Februar werden sich die Autofahrer neue Wege suchen müssen, um in die Innenstadt zu gelangen. Bürgermeisterin Andrea Hansen empfiehlt die Parkpalette (rund 400 Stellplätze) als zentralen Anlaufpunkt. Der Marktplatz, die Straße „Am Markt“ und die Wassermühlenstraße können am Veranstaltungstag nicht angefahren werden.

Andrea Hansen freut sich auf das Zeremoniell. Sie sagt: „Ein öffentliches Gelöbnis ist auch für Uetersen etwas Besonderes. Dass es auf dem Marktplatz mitten in der Stadt stattfindet, ist auch eine Botschaft: ‘Wir wollen nicht, dass die Soldaten der Gesellschaft fern sind. Wir wollen, dass sie wissen für wen sie ihren Dienst tun. Das ist gerade in einer so bunten und multikulturellen Stadt wie Uetersen eine wichtige Aussage’. Wir wollen, dass das Gelöbnis zeigt: Uns allen sind der Frieden und die Demokratie wichtig - woher wir auch immer kommen“.

Die Bundeswehr gehöre eingebunden in die Region. Sie sei keine Insel. Zudem sei der Stadt die Partnerschaft mit der Marseille-Kaserne wichtig.

Sie akzeptiere und verstehe, wenn Menschen dieses militärische Zeremoniell aus pazifistischen Gründen oder weil sie Rüstungsgegner seien, ablehnten, vielleicht auch aufgrund geschichtlicher Erfahrungen in der eigenen Familie. Ihr Eindruck sei aber, „dass dieses Gelöbnis als wichtiges Zeichen in schwierigen Zeiten angesehen und unterstützt wird.“

Der 19. Februar wird von einem Tag der offenen Tür in der Kaserne für geladene Gäste und Angehörige der Soldaten begleitet. Oberst Klaus Christian Kuhle, Kommandeur der USLw, sagt in seiner Eigenschaft als Standortältester (militärischer Landrat), dass er sich sehr freue, dass Uetersen Ja zur Gelöbnisfeier gesagt habe. Es gebe keine Berufsgruppe, die das Recht und die Freiheit entschiedener verteidigten, als die Bundeswehr. Notfalls mit der Einbüßung des eigenen Lebens.

Gelöbnisredner ist der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung, Markus Grübel. Der CDU-Bundestagsabgeordnete nimmt in Stellvertretung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen an der Veranstaltung teil.

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erstellt am 06.Feb.2015 | 19:26 Uhr

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