Sozialverband : Im Kampf gegen Missstände

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Sie streiten für den Mindestlohn, mischen sich in politische Diskussionen um die Frauenquote und kommentieren die Entwicklung im Bereich der Pflege: Der Sozialverband (SoVD) ist die Stimme der Gerechtigkeit im Land, das soziale Gewissen. Und als solches gefragt wie nie! Jetzt hat sich der Kreisverband Pinneberg neu aufgestellt. Etwa 100 Delegierte stimmten für den Uetersener Gerhard Renner als neuen Vorsitzenden.

shz.de von
20. Juni 2014, 20:02 Uhr

Auf seiner Agenda hat Renner vor allem den Kampf gegen die Altersarmut und die Schaffung von Perspektiven für Menschen mit Behinderung. Dabei wird der 66-Jährige, der seit 2011 Vizepräsident des SoVD-Bundesverbandes ist, nicht allein gehen. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreterinnen Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen sowie die ehemalige Landtagsabgeordnete Siegrid Tenor-Alschausky (Elmshorn).

Die Heidgrabenerin Rosemarie Weber übernahm die Aufgabe der Kreisfrauensprecherin, Schatzmeisterin wurde die Pinnebergerin Jutta Lüskow, die Schriftführung ist zukünftig Aufgabe des Ueterseners Reinhard Kühne. Die Wedelerin Ursel Helms gehört dem Vorstand als Sprecherin der Revisoren an. Der SoVD-Kreisverband vertritt inzwischen mehr als 12000 Mitglieder. Vor allem Rentner, Patienten, pflegebedürftige und behinderte Menschen suchen den Kontakt. Renner weiß um die Hoffnungen, die auf ihm und seinem Team ruhen.

„Die gesellschaftlichen Verhältnisse machen es erforderlich, dass der Sozialverband eine starke Interessenvertretung für sozial benachteiligte Menschen bleibt“, sagte er. Im laufenden Jahr seien bereits rund 2000 Ratsuschende in der Kreisgeschäftsstelle oder vor Ort in den Sprechstunden betreut worden, mehrere Hundert Anträge und Klagen seien bearbeitet beziehungsweise eingereicht worden.

„Die oft unverständliche Bürokratie, die zunehmende Altersarmut, die vielfachen Barrieren für behinderte Menschen werden die Schwerpunkte unserer Arbeit sein“, sagte Gerhard Renner. Vor Vertretern der Bundes- und Landespolitik, darunter die Sozialdemokraten Ernst Dieter Rossmann, Kai Vogel und Beate Raudies sowie die Christdemokraten Barbara Ostmeier, Peter Lehnert und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann mahnte er, die Situation von Menschen mit einem Handicap müsse noch stärker als bisher in den Fokus von Wirtschaft und Politik rücken.

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