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Heidgrabener Sportverein : Im April pfeifen sie auf Kunstrasen an

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das erste Spiel auf dem neuen Kunstrasenplatz wollen die Heidgrabener Fußballer im April anpfeifen. „Wenn alles gut geht, haben wir Ende März das Gröbste geschafft“, sagte Projektleiter Manfred Rath bei der Jahresversammlung des Heidgrabener Sportvereins.

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2015 | 21:06 Uhr

Schlechtes Wetter hatte die Fertigstellung um drei Monate verzögert, denn die Voraussetzung für die Verlegung der sogenannten Elastiktragschicht aus Kunststoff und Bitumen ist eine Temperatur von mindestens zehn Grad Celsius. Gestern begannen Arbeiter der Firma Sportstättenbau Weitzel damit, den Schotter auf dem Spielfeld zur Mitte hin leicht anzuhäufen, so dass Wasser ablaufen kann. Die Elastiktragschicht wollen sie in der nächsten Woche aufbringen, die Kunstrasenbahnen Ende März verlegen. Das Flutlicht lässt sich seit gestern einschalten.

647000 Euro soll das Projekt kosten. 350000 Euro zahlt die Gemeinde, insgesamt 166000 Euro der Kreis Pinneberg, der Landessportverband und die Baugenossenschaft Adlershorst. 120000 Euro will der Verein aufbringen, davon 20000 Euro aus Spenden. Für etwas weniger als die Hälfte der Fläche fand er Rasenpaten. Das Spendenbarometer steht bei 19300 Euro. Mit ihrer Hände Arbeit erbrachten die Fußballer in 1200 Stunden bereits Leistungen im Wert von 35000 Euro. „Jeden Samstag sind mindestens 25 Leute auf der Anlage und schuften den ganzen Tag“, betonte der Vorsitzende Manfred Langer. Sie legten die Stromleitungen für das Flutlicht, umzäunten den größten Teil der Anlage, pflasterten ringsum einen Gehweg. „Was hier geleistet wird, ist enorm“, so Rath.

Kritik äußerte der Ehrenvorsitzende Gebhard Rühlow daran, dass Ein- und Ausgaben für den Kunstrasenplatz nicht vollständig im Vereinshaushalt auftauchten. Er stimmte daher als einziger gegen die Entlastung des Vorstands. Bürgermeister Udo Tesch sah aber kein Problem: „Die Abrechnung soll dann vorgenommen werden, wenn alle Schlussrechnungen vorliegen“, sagte er.

Trotzdem beschlossen die Mitglieder, die Kassenprüfung für die Posten des Bauprojekts nachzuholen. Kassenwart Stefan Härter berichtete, dass der Verein unter anderem durch eine Beitragserhöhung, Zusatzerhebungen von den Fußballern und Spenden für den neuen Platz 2014 einen Überschuss von 13000 Euro erzielte. Auf Rühlows Kritik hin hatte der Vorstand im Lauf des Jahres die 102 passiven Mitglieder wieder den Sparten zugeordnet. Ihm gehören 1014 Sportler an, 29 weniger als im Vorjahr.

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