Präventionsrat : Ideen und Kompetenzen entwickeln

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Wenn sich jeder an die Regeln halten würde, die der Präventionsrat der Moorreger Gemeinschaftsschule für das Zusammenleben entwickelt hat, würde es auf der Welt friedlich und konstruktiv zugehen. „Wir sind stark, weil wir jeden akzeptieren, wir höflich und respektvoll sind, wir aufeinander achtgeben, wir gewaltfrei und fair sind, wir sagen, was wir denken, wir unsere Meinung sagen und vertreten, wir Absprachen einhalten, wir gemeinsam alles schaffen können und immer jemand meine Sorgen teilt“, fasst der Leitfaden des guten Miteinanders zusammen. Seit Kurzem hängt er als großes Banner für alle gut sichtbar im Treppenaufgang. Bunte Kopien des Verhaltenskodex erinnern in den Klassenzimmern und in den Hausaufgabenheften an die Schulphilosophie.

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25. März 2016, 20:13 Uhr

„Man merkt, dass die Regeln angenommen werden“, freut sich Lehrer Björn Schwientek. Vor einigen Jahren hat er sich aus Interesse zum Präventionskoordinator fortgebildet. Zusammen mit Schulsozialarbeiter Sebastian Rolke und seiner Kollegin Silvana Berger, inzwischen ebenfalls Präventionskoordinatorin, gründete er den Präventionsrat der „Gemsmo“. Vor zwei Jahren wurde die Moorreger Bildungseinrichtung als Präventionsschule ausgezeichnet. „Wir möchten einen Rahmen und somit einen Lebensraum ‚Schule‘ schaffen, in dem die Schüler sich gern bewegen und lernen und damit stark für das Leben gemacht werden“, so Schwientek. Es geht um Selbstwahrnehmung und Empathiefähigkeit, konstruktive Kommunikation, Umgang mit Stress und negativen Emotionen, Problemlösungen sowie kreatives und kritisches Denken. Eine Weiterentwicklung in diesen Bereichen hat sich die Gruppe, die sich um die Initiatoren gebildet hat, zur Aufgabe gemacht. Lehrer, Eltern und Schüler engagieren sich gemeinsam. Aktuell kommen neben den Schulvertretern die Schülerinnen Lea Matthiensen und Lea Kupfer und die Mütter Karin Jürgensen, Anke Krack, Katja Hinrichsen und Tanja Richters zu den Treffen, die vier- bis fünfmal im Jahr verabredet werden.

Zuletzt ging es um die Nachbetrachtung eines Medienelternabends, zu dem der Präventionsrat eingeladen hatte, darum, das Projekt „Eine starke Gemeinschaft“ mit Leben zu füllen, das Präventionskonzept weiterzuentwickeln und um eine erneute Bewerbung als Präventionsschule. Auch die Themen Sicherheit an der Schule und Gestaltung der Außenanlage stehen auf der Agenda. Die Auszeichnung zur Präventionsschule erfolgt in Kooperation zwischen dem Kreis Pinneberg, dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), dem Zentrum für Prävention und dem Schulamt. Die Nachprüfung der „Gemsmo“, die im kommenden Jahr ansteht, bereitet Lehrer Schwientek keine Sorgen. „Wir brauchen uns auf den Termin nicht vorzubereiten. Denn wir leben das Konzept“, sagte er. Wer Lust hat, sich in dem offenen Gremium zu engagieren und seine Ideen einfließen zu lassen, kann sich unter der E-Mail-Adresse b.schwientek@gemsmo.de mit dem Initiator in Verbindung setzen.

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