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Krügel bei CDU-Senioren : Ideen der Zusammenarbeit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Er hat es nicht ausgesprochen, aber alle wussten, was Roland Krügel, der Tornescher Bürgermeister meinte, als er am Dienstag sagte, dass sich Uetersen und Tornesch nach wie vor sowohl zwei Stadtwerke als auch zwei Abwassergesellschaften leisteten. Er plädierte damit in beiden Fällen für eine Zusammenlegung.

Krügel referierte auf Einladung der „Älteren Freunde“ der CDU und der Seniorenunion zum Thema „Zukünftige Zusammenarbeit zwischen Uetersen und Tornesch“ im Parkhotel Rosarium. Der Bürgermeister ist seit 30 Jahren Verwaltungsleiter. Zweimal hat er die Bemühungen, Uetersen und Tornesch zu vereinen, scheitern sehen. Beim ersten Mal sei es der Name (Westerstedt) gewesen, der die Ablehnung der Idee zur Folge hatte, beim zweiten Mal sei es die Tornescher Bevölkerung gewesen, die sich dieser Zukunftsidee verschlossen habe. Das, so Krügel, sei in etwa so falsch gewesen wie Ende des 19. Jahrhunderts Uetersens Ablehnung der Eisenbahn. Ziel der Fusionsidee sei ein gemeinsames Mittelzentrum gewesen, damit die Region zwischen den Mittelzentren Elmshorn, Pinneberg und Wedel auch in Zukunft bestehen könne. Doch immerhin gebe es abseits der Fusion viele Gemeinsamkeiten und Kooperationen: einen gemeinsamen Vollstreckungsbeamten, eine gemeinsame Sozialverwaltung, deren Mitarbeiter auch ins Haus kämen, eine gemeinsame Volkshochschule und einen Schulzweckverband, den man unbedingt ausweiten sollte.

Nach wie vor leisteten sich beide Städte allerdings zwei Feuerwehren und zwei Bauhöfe. Feuerwehren zu fusionieren sei richtig schwer, doch einen gemeinsamen Baubetriebshof könne er sich vorstellen.

Allerdings sei auch diesbezüglich der Leidensdruck offensichtlich noch nicht groß genug. Eine gemeinsame Bücherei ist für Krügel ebenfalls vorstellbar. Und wie wäre es mit einem gemeinsamen Archiv? Diese Möglichkeit habe er bislang mit der Uetersener Seite noch nicht besprochen. Infrastrukturell arbeiteten Tornesch und Uetersen beim Thema Bahnhof und der Kreisstraße 22 eng zusammen. Das sei auch gut so, denn nur durch gemeinsames Auftreten würde man in Kiel wahrgenommen. Der Kreis Pinneberg spiele dort keine große Rolle. Gemeinsames Ziel sei auch eine Schnellbusverbindung zwischen Uetersen und Tornesch. Dass es eine solche noch nicht gebe, sei für ihn nicht hinnehmbar.

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erstellt am 25.Mär.2016 | 20:19 Uhr

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