„Ich nehme Sie beim Wort“

CDU-Bürgermeisterkandidat Bernhard Janz erläuterte im „Kleinen Friedrich“ seine Ziele und Pläne.
CDU-Bürgermeisterkandidat Bernhard Janz erläuterte im „Kleinen Friedrich“ seine Ziele und Pläne.

Tornescher fühlen Bürgermeisterkandidat Bernhard Janz auf den Zahn / 55-Jähriger will Treffpunkt schaffen

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24. März 2018, 16:05 Uhr

Er möchte die Verwaltungsmitarbeiter fördern und fordern, konsens- und kompromissfähig sein und verstärkt auf Transparenz setzen. Bernhard Janz, CDU-Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Tornesch, hat sich und seine Pläne am Donnerstagabend rund 60 Besuchern im Kulturcafé „Kleiner Friedrich“ präsentiert. Insbesondere die Themen Verkehr und Ortskerngestaltung spielten dabei eine wichtige Rolle. So will sich Janz im Falle eines Wahlsiegs verstärkt für den Bau eine Umgehungsstraße einsetzen. Zudem brachte er einen U-förmigen Bau im Stadtzentrum ins Spiel, der als Treffpunkt dienen könnte.

„Tornesch braucht frischen Wind“, stellte der 55-Jährige zu Beginn der Veranstaltung fest. Wie er dafür sorgen möchte, versuchte Janz in den folgenden knapp 90 Minuten deutlich zu machen. „Die Mitarbeiter kommen unter meiner Führung mehr ins Rampenlicht“, betonte er. Für Bürgernähe soll sorgen, dass Rathauschef und Lokalpolitiker zu festen Terminen während der Marktzeiten für Gespräche mit den Bürgern zur Verfügung stehen.

„Und wie wollen sie Tornesch wieder attraktiver machen?“, wollte eine Teilnehmerin wissen. Janz betonte, einen Treffpunkt schaffen zu wollen. Eine Idee hat er bereits: Nach Vorbild des Einkaufzentrums in Schenefeld könnte im Innenstadtbereich, vom ehemaligen Penny-Markt ausgehend, ein markantes, U-förmiges Gebäude entstehen. Dies könne unter anderem Räume für soziale Angebote bereithalten und zudem Platz für den Wochenmarkt bieten, überdacht wohlgemerkt.

Der CDU-Kandidat kann sich eine Bürgergenossenschaft vorstellen. In zahlreichen deutschen Städten und Regionen gibt es entsprechende Gremien. Sie setzen sich in der Regel aktiv für die Gestaltung ihrer Umgebung ein. Um die lokale Wertschöpfung zu stärken, brachte Janz zudem einen Marketingverein ins Spiel.

Deutlich wurde während der Veranstaltung, dass die Verkehrssituation in der Stadt vielen Torneschern ein Dorn im Auge ist. „Ich werde massiv einfordern, dass wir eine Umgehungsstraße bekommen“, sagte Janz. Ob er dabei auf den Ausbau der K22 setzt, blieb am Donnerstagabend allerdings offen. Um die Stauproblematik zu entschärfen, will der 55-Jährige, der derzeit als Leiter der Gruppe für Immobilienwirtschaft bei den Stadtwerken Kiel arbeitet, Anreize für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad schaffen − und dafür auch die Arbeit der Bürgerinitiative „Starke Schiene im Kreis Pinneberg“ unterstützen.


Kein Radschnellweg auf der Bahntrasse

Einen Radschnellweg auf dem Schienenstrang nach Uetersen lehnt er ab, stattdessen hält er den Einsatz eines Schienenbusses auf der Strecke für kurzfristig realisierbar. Janz will zudem die Situation für den Radverkehr verbessern und kann sich auch ein Modell mit Bussen und Taxis auf Abruf vorstellen. Wichtig sei, ein Gesamtkonzept für den ÖPNV zu erstellen. „Wir haben große Herausforderungen vor uns“, sagte Janz. Applaus aus dem Publikum gab es für die Aussage eines Gastes, der den Standort für den Weihnachtsmarkt kritisierte. „Alles ist besser als vor dem Rathaus“, hieß es. Janz und CDU-Stadtverbandschef Daniel Kölbl betonten, dass für dieses Jahr mit dem Pomm 91 ein neuer Standort gefunden sei.

Deutlich wurde der Bürgermeisterkandidat bei folgenden Themen: Den Ausbau der Kreuzung Esinger Straße/ Ahrenloher Straße mit einer neuen Abbiegespur und den damit verbundenen Wegfall von Bäumen lehnt er ab, ebenso will sich Janz dafür einsetzen, dass es künftig keine Straßenausbaubeiträge mehr gibt und auch einer Anhebung der Grundsteuer erteilte er eine Absage. „Ich nehme Sie beim Wort“, sagte ein Gast.

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