zur Navigation springen

Ein Geschenk zum Weihnachtsfest : „Ich habe einen Schatz erhalten“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am 3. November wurde an der Klosterkirchengemeinde Goldene Konfirmation gefeiert. Pastor Gorsolke begrüßte dabei auch Heiderose (Heidi) Schleich, geborene Feige. Die gebürtige Uetersenerin beendete 1959 ihre Schullaufbahn in der Rosenstadt, um mit ihrer Mutter nach Texas zu ziehen, wo ihr Vater bereits Dienst bei der Bundeswehr leistete (Fliegerausbildung). Nicht dabei hatte sie ihr geliebtes Poesiealbum.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 18:57 Uhr

Das war wohl noch im Besitz eines Mitschülers, der sich in das Büchlein eintragen wollte.

Als das junge Mädchen schließlich aus den USA zurück nach Uetersen kehrte und dort, zwei Jahre verspätet, eingesegnet wurde, waren ihre früheren Mitschüler bereits alle in der Ausbildung. Wo das Poesiealbum steckte, wusste sie nicht. Schließlich heiratete Heidi Schleich und zog nach Lohne.

Nun, nach mehr als 50 Jahren, klingelte es plötzlich an ihrer Haustür. Der Postbote überreichte der Rentnerin ein Päckchen. Inliegend ihr Poesiealbum. Die Freude darüber war natürlich groß. „Ich habe einen Schatz erhalten, kann mich aber leider gar nicht bedanken. Denn das Päckchen erreichte mich ohne Absender. Ich bin so glücklich darüber und bitte den Unbekannten, sich bei mir zu melden.“ Wie der Absender an ihre Adresse gelangt ist, weiß sie auch nicht. „Ich heiße wegen meiner Heirat inzwischen Feige.“ Und mit den anderen Gold-Konfirmanden groß ausgetauscht habe sie sich auch nicht.

„Danke“ sagen möchte sie aber, denn ihr Poesiealbum mache sie auch nach so langer Zeit glücklich. Die vielen Einträge von Menschen, die zum Teil heute gar nicht mehr lebten, wie ihr Klassenlehrer Karl Kollex, ließen bei ihr sehr schöne Erinnerungen zurückkehren.

„Bitte rufen Sie mich an“, freut sich Heiderose Feige auf die Stimme des freundlichen Versenders. Sie ist über ihre Mobiltelefonnummer 0176/37616125 zu erreichen. „Ich habe die Hoffnung, dass sich er oder sie sich bei mir meldet.“ Das sei von ihr auch ein Wunsch zum nicht mehr fernen Weihnachtsfest.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert