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Konzert : „Ich bin ein Bothe und nicht mehr“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

2015 jährt sich der Geburtstag des am 15. August 1740 in Reinfeld (Schleswig-Holstein) geborenen Matthias Claudius zum 275. Mal. 1815 ist der Dichter gestorben. Mit Liedern, Texten und ausgewählten Briefen von Claudius wollen Chansonette Anna Haentjens und Sven Selle (Piano) am 28. September in der Priörinnenscheune des Klosters an den Lyriker und Journalisten erinnern.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 17:55 Uhr

Dank seiner volksliedhaften Sprache erreicht der Dichter auch heute noch die Herzen der Menschen. Claudius war unter anderem Redakteur des „Wandsbeker Bothen“. Diese Tageszeitung erschien viermal pro Woche. Einmal äußerte er: „Ich bin ein Bothe und nichts mehr. Ich bin kein Gelehrter und habe mich nie für etwas ausgegeben. Und ich habe, als einfältiger Bothe, nichts Großes bringen wollen, sondern nur etwas Kleines, das den Gelehrten zu wenig und zu geringe ist. Das aber habe ich nach meinem besten Gewissen gebracht. Und ich sage in allen Treuen, dass ich nichts Besseres bringen konnte“.

Das im Jahre 1774 von ihm geschriebene Gedicht „Kriegslied“ mit der Anfangszeile „‘s ist Krieg! ‘s ist Krieg!“ zeigt die erschreckende Aktualität von Matthias Claudius. Die von beiden Künstlern vorgetragenen Lieder nach Texten von Claudius wurden von verschiedenen Komponisten vertont. Unter anderem von Beethoven, Schubert und Dessau. Konzertbeginn ist um 17 Uhr. Karten können zum Preis von zehn Euro an der Nachmittagskasse erworben werden.

Der Konzertnachmittag ist eine Veranstaltung der Freunde des Klosters Uetersen.

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