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Feuerwehrübung : Hurra, hurra, die Schule brennt (nicht)

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

50 Jugendliche aus fünf Wehren, fünf Einsatzfahrzeuge, unzählige Meter Schlauch, tonnenweise Wasser und immer wieder Lagebesprechungen: Die Jahresübung der Jugendwehren am Sonnabend in Haseldorf war eine logistische Meisterleistung, koordiniert von nur wenigen erwachsenen Feuerwehrleuten.

Ziel der Übung war nicht in erster Linie die Demonstration des Könnens. „Heute muss nicht alles perfekt klappen. Es geht vor allem um das Kennenlernen und das Miteinander während eines Einsatzes“, sagte der stellvertretende Haselauer Jugendwart Marco Küchler, der die Aufgabe ausgearbeitet hatte.

Angenommen wurde ein Brand in der Grundschule Haseldorfer Marsch in Haseldorf, vor allem wegen der Nähe zu Kindergarten, Feuerwache, Sporthalle und Wohnhäusern ein ausgezeichnetes Übungsobjekt. Folglich mussten die Jugendlichen sich nicht nur vertraut machen mit dem Standort der Wasserentnahmestellen, sie mussten nicht nur ihre Einsatzkräfte effektiv verteilen, sondern auch noch die umliegenden Gebäude schützen. Etwa mit einem Hydroschild, das entsteht, wenn der Wasserstrahl auf eine Metallplatte gerichtet und dadurch aufgefächert wird.

Es sind zumeist die Wehren aus Neuendeich, Haselau, Uetersen, Moorrege und Holm, die ihre Nachwuchskräfte zur Gemeinschaftsübung schicken. Die Aufgabe der Ausrichtung wandert. Und sie ist durchaus eine Herausforderung, soll sie doch anspruchsvoll sein, aber auch den Vorschriften genügen.

„Die Aufgabe muss so gestaltet sein, dass die Jugendlichen ihr körperlich und psychisch gewachsen sind“, sagte Marco Küchler. Im Klartext heißt das: Übungen, bei denen das Tragen von Atemschutzmasken erforderlich ist, sind ebenso tabu wie solche, bei denen Geräte und Rettungswerkzeug wie Schere und Spreitzer eingesetzt werden müssen. Aber auch ohne das hatten die Jugendlichen gut zu tun, mussten eine ausreichende Wasserversorgung aufbauen, den angenommenen Brand bekämpfen und gleichzeitig die angrenzenden Gebäude schützen.

Am Ende wartete auf sie die Manöverkritik bei Grillwurst und Getränken in der Haselauer Feuerwache. Schließlich, so Marco Küchler, sei es ja das Ziel, aus einer Übung auch etwas zu lernen. Haselaus Jugendwart Bernd Weber war allerdings am Ende des Einsatzes sicher, dass es nur wenig zu meckern geben würde.

„Das, was ich gesehen habe, war gut“, sagte er. Es habe sich gezeigt, dass der Ausbildungsstand aller beteiligten Jugendwehren gleich gut sei.

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erstellt am 26.Okt.2014 | 21:45 Uhr

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