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Lachen im Gottesdienst : Humor ist das Salz des Lebens

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Lachen ist gesund. Oder: Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag. Der Volksmund kennt viele Weisheiten. Stimmen die darin enthaltenen Aussagen? Beim Thema Lachen ist das wohl keine Frage. Lachen befreit, löst, macht locker. Wie ist das Verhältnis von Kirche und Lachen? Muss es im Gottesdienst immer „bierernst“ zugehen? Pastor Joachim Gorsolke ist anderer Ansicht. Lachen gehört zum Leben, sagt er.

Die Fähigkeit, (über uns) lachen zu können, macht uns erst zu Menschen. Wie sieht das die Bibel? Als ein Buch des Lebens kennt die heilige Schrift natürlich den Humor. Wobei klar sein muss, dass Humor keinesfalls den Ernst einer Situation verkennt, vielmehr dienen die Bibelstellen, die auch zum Schmunzeln anregen, dazu, gewissen Situationen ohne Furcht zu begegnen.

Die Bibel zeigt Gott nicht nur als barmherzigen Schöpfer und gerechten Richter, sondern auch als den, der mit den törichten Menschen umgehen kann. So heißt es im Psalm 2,2-4: „von den Königen der Erde, die sich auflehnen wider den Herren. . . Aber der Himmel lacht ihrer.“

Oder diese Stelle: Gott erscheint dem Abraham und prophezeiht ihm, dass seine Frau Sara in ihrem hohen Alter noch ein Kind gebären soll. Sara, so wird berichtet, habe daraufhin gelacht. Doch es sollte wahr werden. Und ihren Sohn nannten die Eltern Isaak („er lacht/lächelt“).

Einem Gottesdienst, in dem gelacht werden darf, steht also nichts entgegen. Einen ganz besonderen Grund für den Frohsinn zur Kirchzeit gibt es am Sonntag, 6. Januar. Um 10 Uhr wird Helmut Seestädt der Kirchengemeinde das Oktavheft seines Vaters übergeben, der in den 1950- und 1960-er Jahren Küster an der Klosterkirche war. Darin hat Seestädt so manche Begebenheit festgehalten, die als Anekdoten angesehen werden dürfen.

Situationen, die so tatsächlich vorgefallen sind und zum schmunzeln anregen, wurden von ihm aufgeschrieben. So zum Beispiel eine Begebenheit bei Pastor Schack, der Kaninchen hielt. Eines morgens war eines gestorben, so dass es begraben werden sollte. Doch der Boden war gefroren. Pastor Schack suchte daraufhin den Friedhofsverwalter Rose auf und bat diesen, das Kaninchen auf dem Friedhof zu begraben. . .

Oder der „vertauschte Talar“: Pastor Freytag und Pastor Schack waren körperlich von unterschiedlicher Statur.

Freytag war großgewachsen, Schack eher klein. Natürlich waren die Talare daher auch unterschiedlich geschnitten. Was geschieht, wenn einer der Pastoren den Talar verwechselt und beide zeitgleich an unterschiedlichen Orten Amtshandlungen vornehmen müssen, wurde von Joachim Seestädt sorgfältig festgehalten.

Pastor Gorsolke freut sich auf den Gottesdienst und auf das Geschenk für das Kirchenarchiv. Denn genau dort gehöre es hin, so der Gottesmann und Helmut Seestädt übereinstimmend.

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erstellt am 02.Jan.2013 | 20:19 Uhr

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