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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 22:53 Uhr

Fußball : Hübners „Joker“ stechen spät

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Was Schiedsrichter Moritz Hermann (vom FC St. Pauli) und seine Assistenten am Sonntag machten, ist nicht bekannt. Sicher ist aber, dass mehr als hundert Menschen vergeblich auf sie warteten: Die Spieler, Verantwortlichen und Zuschauer des Kreisliga-Spiels zwischen den 1. Herren des Hetlinger MTV und dem SV Rugenbergen III. Da das angesetzte Gespann um Hermann, ohne abzusagen, nicht kam, pfiff der Hetlinger Nils Samoray die Partie mit halbstündiger Verspätung an; Reinhard Meier und Werner Wittmann (ebenfalls HMTV) assistierten ihm. „Samoray hat gut gepfiffen“, lobte HMTV-Trainer Jonas Hübner den Aushilfsreferee anschließend.

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erstellt am 08.Sep.2015 | 21:17 Uhr

Ein Lob für seine Schützlinge ging Hübner dagegen nicht so einfach über die Lippen ‒ zu schwer hatten sich die Hetlinger lange Zeit getan. „In der letzten Viertelstunde haben wir ganz gut gespielt, aber davor war es sehr mühsam“, berichtete Hübner. Weil es im Deichstadion extrem windig war, entpuppten sich hohe Bälle als untauglich ‒ trotzdem versuchten es die HMTV-Spieler immer wieder mit langen Pässen aus dem Halbfeld, mit denen sie aber keinerlei Gefahr vor dem SVR-Gehäuse heraufbeschwören konnten.

„Wir mussten es spielerisch lösen und feststellen, dass wir damit noch Probleme haben, speziell was den Einsatz und die Bewegung ohne Ball angeht“, urteilte Hübner. Gefährliche Szenen waren deshalb lange Zeit Fehlanzeige. Als ein hoher Ball der Gäste vom Wind so gestoppt wurde, dass er an der Grenze des Hetlinger Fünfmeterraums herunterfiel, konnte davon kein SVR-Spieler profitieren.

In der zweiten Halbzeit sorgten Hübners Einwechslungen für mehr Schwung im HMTV-Spiel: Jan Steffen spielte einige gute Pässe, von Alexander Bandholt kamen mehrere gefährliche Flanken und Marco Hein holte in der 83. Minute einen Freistoß heraus. Diesen schlenzte Jan Wenzel aus 17 Metern zentraler Position zum 1:0 oben rechts in den Winkel ‒ ein Traumtor. In der 88. Minute war es erneut der agile Hein, der einen Elfmeter herausholte. SVR-Keeper Dirk Ballandat foulte den Hetlinger „Joker“ und Samoray bewies Fingerspitzengefühl, indem er dafür nur die Gelbe Karte zeigte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jesse Plüschau sicher zum 2:0 und konnte im sechsten Saisonspiel sein bereits zehntes Tor bejubeln.

Die Partie schien entschieden, doch in der 91. Minute bekamen auch die Bönningstedter noch einen Elfmeter zugesprochen, den HMTV-Torwart Daniel Kleinwort verwirkt haben soll. Steven Reinhardt verkürzte zum 2:1, doch diesen Vorsprung brachten die Hetlinger über die Zeit. „Wir müssen im Pressing konsequenter werden“, sagte Hübner, dessen Team die Kreisliga 8 nach dem sechsten Sieg im sechsten Spiel weiter anführt.

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