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Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 14:41 Uhr

Fußball : Horror-Verletzung schockt HMTV

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gerade einmal 20 Minuten stand Tim Eberle am Sonntag in seinem ersten Herren-Pflichtspiel auf dem Platz. Danach lag er fast eine Stunde lang mit großen Schmerzen auf dem Rasen, wird jetzt noch einige Tage im Krankenhaus bleiben und sich nach Schätzungen der Ärzte noch acht bis zehn Monate mit den Folgen eines Knöchel- und Sprunggelenks-Bruches, den er erlitt, herumplagen müssen.

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2015 | 19:42 Uhr

„Das war eine Horrorverletzung“, sagte Jonas Hübner, Trainer der 1. Herren des Hetlinger MTV, der Eberle im ersten Kreisliga-Saisonspiel beim SC Egenbüttel III in der Pause einwechselte. Eberle trug dazu bei, dass die Hetlinger gegen ihren diesjährigen Mitaufsteiger einen 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung drehten. Dann kam die 65. Minute: Im Bemühen, einen von den Egenbüttelern über die HMTV-Abwehr geschlagenen Pass zu klären, grätschte Eberle in den Ball hinein. Ein SCE-Stürmer wollte die Kugel ebenfalls erreichen und traf Eberle am Bein und am Fuß. „Das war ein unglücklicher Zusammenprall“, sagte Hübner und gab zu: „Für uns alle war es ein Schock, als Eberle verletzt am Boden lag!“

Der Hetlinger Torwart Daniel Kleinwort stellte fest: „So grausam kann Fußball sein!“ Die Sanitäter des herbeigerufenen Rettungswagens behandelten den 19-Jährigen lange vor Ort und forderten noch einen Notarzt an, ehe sie den HMTV-Spieler ins nahegelegene Albertinen-Krankenhaus nach Hamburg-Schnelsen brachten. Dort wurde Eberle noch am Sonntag operiert. „Die Operation ist gut verlaufen“, atmete Hübner durch. Am Montag wurde Eberle bereits von zahlreichen Mitspielern besucht. Seine Entscheidung, nach den schlimmen Geschehnissen beim Schiedsrichter nicht um einen Spielabbruch zu bitten, erklärte Hübner wie folgt: „Ich habe meine Spieler gefragt und sie haben gesagt, dass sie die Partie für Eberle zu Ende spielen und gewinnen wollen!“

Dies gelang, obwohl in der ersten Halbzeit „viel zu wenig Bewegung in unserem Spiel war“, wie Hübner monierte. Julian Moldenhauer hatte zudem Pech, als sein 25-Meter-Kracher nur an die Latte sprang, und Marco Bassen wurde ein Elfmeter verweigert. So ging die SCE-Dritte in Führung und hätte kurz vor der Pause beinahe auf 2:0 erhöht. Im zweiten Durchgang köpfte Jesse Plüschau nach einer Rechtsflanke von Timo Protz zum 1:1 ein (48.) und Moritz Bär vollendete einen Konter zur HMTV-Führung (54.).

Nach der langen Unterbrechung boxte sich der SCE-Keeper eine Flanke von Alexander Bandholt ins eigene Netz, ehe Plüschau einem Egenbütteler den Ball abluchste und den 4:1-Endstand herstellte. „Freuen konnte sich über diesen Sieg aber niemand“, sagte Hübner traurig.

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