Selbsthilfegruppe : Holmer Ehrennadel für KEKKe Helferinnen

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Hohe Auszeichnung für Dörthe Bräuner und Leena Molander! Mit der Ehrennadel 2014 der Gemeinde sind die beiden Holmerinnen während des Neujahrsempfangs im Dörpshus geehrt worden. „Beide leisten eine selbstlose, herausragende Hilfe“, begründete Bürgermeister Walter Rißler die Entscheidung der Gemeindevertretung. „Dies ist eine besondere Auszeichnung mit der Holmer Ehrennadel wert.“

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05. Januar 2015, 21:13 Uhr

2011 gründeten Leena Molander und Dörthe Bräuner die Selbsthilfegruppe „Krebskranke Eltern kleiner Kinder“, abgekürzt KEKK. „Aus eigener Erfahrung“ hätten sie diesen Schritt gewagt, berichteten sie in ihrer Dankesrede. Beide waren an Krebs erkrankt und mussten feststellen, dass es zwar einige Selbsthilfegruppe gibt, in denen jedoch die ganz eigenen Probleme wenig Resonanz fanden. Nach ihrer Genesung wollten sie anderen Menschen helfen, die in ähnlichen Situationen stecken. Als ihr „Herzensprojekt“ bezeichneten sie während der Preisverleihung die Selbsthilfegruppe.

2013 erweiterten Dörthe Bräuner und Leena Molander das Angebot um KEKK Cares. Unterstützt vom DRK-Kreisverband werden Paten in Familien mit einem erkrankten Elternteil gebracht. Sie kümmern sich um die Kinder, machen etwa mit ihnen Schularbeiten, gehen in den Zoo und haben ein offenes Ohr für ihre Sorgen.

Im vergangenen Jahr gewannen die beiden ein Stipendium beim Wettbewerb „startsocial“. Im Dialog mit Experten aus der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens konnten sie das eigene Tun reflektieren, nachsteuern und neue Ideen entwickeln. „Dort haben wir ganz viel gelernt“, so Dörthe Bräuner. Der Verein war einst von Bundeskanzler Gerhard Schröder initiiert worden. Als sie bei dem integrierten Wettbewerb auch noch einen Preis zugesprochen bekamen, wurde ihnen der im Bundeskanzleramt überreicht.

Die Arbeit mit den startsocial-Experten muss noch weitere Folgen gehabt haben. „Neuerungen“ kündigten Leena Molander und Dörthe Bräuner während des Holmer Empfangs an. Dafür suchen sie „Mitstreiter, die helfen wollen“. Kontakt kann über die Website aufgenommen werden.

Eine Mitstreiterin haben sie bereits gefunden. Die Tornescherin Christiane Haacke ist seit Kurzem KEKK-Schirmherrin. Die Journalistin und Autorin organisierte etwa eine Lesung zugunsten der Selbsthilfegruppe. In ihrem Buch „Der Koffer meiner Mutter“ wird das Leben mit einem krebskranken Erwachsenen beschrieben. Persönliche Erfahrungen der 36-Jährigen flossen in das Werk ein. www.kekk.beepworld.de

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