Aktionstag : Holmer Bürger packen an für ihr Schutzgebiet

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„Wir sind stolz auf unsere Sandberge“, steht für Bürgermeister Walter Rißler fest. Immerhin ist das Holmer Landschaftschutzgebiet die größte zusammenhängende Dünenlandschaft Schleswig-Holsteins. „Aber wir müssen auch aufpassen, dass sie erhalten bleiben.“

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18. Oktober 2012, 20:06 Uhr

Deswegen gibt es am Sonnabend, 27. Oktober, einen „Naturschutz-Aktionstag“. Organisatoren sind die Gemeinde, das Elbmarschenhaus, der Regionalpark Wedeler Au und die Holmer Jägerschaft. Die Bürger werden zur Mithilfe aufgerufen. Ab 10 Uhr wird „entkusselt“.

Denn Kiefern, Birken und Traubenkirschen wachsen kräftig in der Dünenlandschaft. Bis zu einem halben Meter hoch sind sie schon. Wenn nichts getan wird, so Rißler, wuchert die Fläche wieder zu. Die war im Rahmen einer Renaturierung ab 2005 wieder freigelegt worden. Die Humusschicht, die sich auf dem Sand gebildet hatte, musste abgetragen werden. Ziel war es, wenigstens teilweise die offenen Sandflächen und Heiden wiederherzustellen, die noch vor 100 Jahren das Holmer Landschaftsbild prägten. 500000 Euro kostete das Projekt. Das Geld kam von der EU sowie aus der Landeskasse. Die Gemeinde gab nichts dazu, musste sich aber verpflichten, die Sandberge zu pflegen und in ihrem jetzigen Zustand zu halten. Doch die Pflanzen, die man mühselig entfernt hat, sähen sich immer wieder selber aus.

Die Sandberge sind Teil des Regionalparks Wedeler Au, der sich zwischen Blankenese, Schenefeld, Appen und Holm erstreckt. Ziele sind der Natur- und Landschaftsschutz sowie der Erholungswert für die Menschen. „Mit der Aktion wollen wir die Menschen mit an Bord holen“, erklärt Barbara Engelschall vom Regionalpark. Es soll den Teilnehmern vermittelt werden, warum die rund 15 Hektar Dünenfläche so erhalten werden sollen. Das gesamte FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) umfasst 120 Hektar. Die Organisatoren hoffen, sagt Rißler, dass nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder mitmachen.

Wer mithelfen will, sollte Handschuhe und Spaten mitbringen. Jüngere Pflanzen können ausgerissen werden. Bei älteren müssen erst einmal mit einer Schaufel die Wurzeln gelockert werden.

Drei Stunden soll die Aktion dauern. Anleitung gibt es von Mitarbeitern des Elbmarschenhaus. Für Getränke während der Aktion sowie einer Erbsensuppe nach dem Entkusseln wird gesorgt sein. Treffpunkt ist der Parkplatz am Sportzentrum.

www.regionalpark-wedeler-au.de

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