zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 09:28 Uhr

Regionalschule : Holm tritt dem Schulverband bei

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Holm soll Mitglied im Schulzweckverband Moorrege werden. Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde einstimmig ein Grundsatzbeschluss gefasst. Nun beginnen Verhandlungen zwischen der Gemeinde und dem Träger der Regionalschule. Den Zweckverband bilden derzeit die Kommunen Moorrege, Heist, Haseldorf und Haselau.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2014 | 19:46 Uhr

Hintergrund: Vorbei die Zeiten, da die weitaus meisten Schüler des Schulzentrums aus den vier Trägergemeinden kamen. Mittlerweile sind es nur noch 238 von 505. Die Holmer bilden mit 68 Schülern die zweitgrößte Gruppe nach Appen (95). Nachdem die Schulbezirke aufgegeben worden sind und die Eltern die Bildungseinrichtung frei wählen können, haben sich die Holmer stark weg von Wedel und hin nach Moorrege orientiert.

„Wir haben den Eindruck, dass passt zusammen“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Zeitler. „Dann haben wir die Möglichkeit der Mitbestimmung“, ergänzte der SPD-Fraktionschef Detlef Voswinkel. In den Jugendversammlung sei immer wieder Kritik geäußert worden, etwa an den Busverbindungen oder Regelungen für den Pausenhof oder die Aula. „Bisher konnten wir nur Briefe schreiben“, so der Genosse.

„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es höchstwahrscheinlich für uns teurer wird als bisher“, erklärte der Finanzausschussvorsitzende Walter Schaper (CDU). Denn die Gemeinde spart in Zukunft Schulkostenbeiträge, die sie derzeit noch an den Schulzweckverband zahlen muss. Gleichzeitig stehen in Moorrege aber hohe Investitionen an.

Aus der Regionalschule wird im Sommer eine Gemeinschaftsschule. Auf Druck der Eltern hatte die Verbandsversammlung beschlossen, dies mit der Einführung einer offenen Ganztagschule zu kombinieren. So muss eine Mensa gebaut werden, die allein auf 1,73 Millionen Euro geschätzt wird. Zudem gibt es erheblichen Sanierungsbedarf. Derzeit streiten die Politiker untereinander sowie mit der Schulleitung über das Ausmaß der Bautätigkeit.

Die Varianten gehen von einer Erweiterung plus Sanierung für 7,41 Millionen Euro bis zu einem Neubau für knapp zwölf Millionen Euro. Verfechter einer möglichst kostengünstigen Lösung ist der Verbandsvorsteher und Karl-Heinz Weinberg (CDU). In der Schule will man einen Neubau.

Der für Holm negativste Fall wäre es, wenn zwar die Entscheidung für einen Neubau fällt, der aber deutlich weniger Schüler aufnehmen soll. Dann würden in Moorrege nur die Schüler aus den vier Trägergemeinden aufgenommen. „Wir könnten uns dann aufregen, aber nichts ausrichten“, sagt Bürgermeister walte Rißler (CDU). Die Holmer Eltern müssten für ihre Kinder eine andere als die gewünschte Schule auswählen.

Moorrege in die nächste AktivRegion?

Politisches Juckpulver für die Moorreger Christdemokraten haben die Holmer Gemeindevertreter in ihren Grundsatzbeschluss des Beitrittes zum Schulverband Moorrege gepackt. Denn einen Vertrag soll es nur geben, wenn alle Trägergemeinden ihr Bestmöglichstes tun, damit Zuschüsse für die Sanierung beziehungsweise Neu- oder Umbau eingeworben werden können.

Die EU bereitet ein neues Förderprogramm für Schulbauten vor, berichtete der Leitende Verwaltungsbeamte Rainer Jürgensen. Diese Information hat er aus dem Kieler Innenministerium. Zuschüsse gibt es allerdings nur, wenn die Schulträger bei der nächsten AktivRegion dabei sind.

Holm, Heist, Haseldorf und Haselau sind Mitglieder des derzeitigen EU-Förderprogramms. Dort arbeitet man schon an Projekten für die nächste AktivRegion. Moorrege machte jedoch nicht mit. Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU), er ist auch Schulzweckverbandsvorsitzender, gilt als entschiedener Gegner. „Wir haben schon einmal mehr zahlen müssen“, ärgerte sich Bürgermeister Walter Rißler (CDU) mit Blick auf den Einbau eines Fahrstuhls im Moorreger Amtshaus, um die Verwaltung in Gänze für gehbehinderte Menschen erreichbar zu machen.

71000 Euro hatte das Vorhaben gekostet. 33000 Euro hätte aus der Kasse AktivRegion fließen können, doch da Moorrege nicht Mitglied ist, mussten die anderen sechs amtsangehörigen Gemeinde tiefer in die Tasche greifen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert