Beitritt : Holm macht beim Schulzentrum mit

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Kurz hintereinander haben beide Gremien am Dienstagabend „Nägel mit Köpfen“ gemacht. Sowohl die Verbandsversammlung der Moorreger Regionalschule als auch die Holmer Gemeindevertreter winkten einstimmig die Aufnahme der Kommune durch. Neben den Gemeinden Moorrege, Heist, Haseldorf und Haselau ist Holm damit der fünfte Träger der Bildungseinrichtung, die im Sommer zur Gemeinschaftsschule mit Ganztagsbetrieb umgewandelt wird.

shz.de von
25. Juni 2014, 21:28 Uhr

In beiden Fällen wurde ohne Aussprache die Entscheidung gefällt. Zur Schulverbandsversammlung war der Holmer Bürgermeister Walter Rißler als Zuhörer gekommen. Nach der Abstimmung gratulierte ihm der Schulvorsteher Karl-Heinz Weinberg (beide CDU). „Ich bedanke mich“, sagte Rißler.

Mit den Entscheidungen endet ein Diskussionsprozess, der im vergangenen Jahr angestoßen wurde. Allerdings hatten die Holmer in ihrem Grundsatzbeschluss Anfang 2014 einen Passus aufgenommen, den die Gemeinde Moorrege zum Beitritt zur AktivRegion zwang. Die CDU-Mehrheitsfraktion hatte sich bisher immer vehement dagegen gewehrt. Da in der neuen EU-Förderperiode aber auch Schulbauten unterstützt werden sollen, und in die Moorreger Bildungseinrichtung kräftig investiert werden muss, vollzog Karl-Heinz Weinberg in seiner Funktion als Moorreger Bürgermeister den Kurswechsel. Bei dem Holmer Dorfnachwuchs haben sich in den vergangenen Jahren die Präferenzen verändert. Ging man früher auf Wedeler Schulen, so ist Moorrege immer beliebter geworden. Das Schulzentrum punktet mit seinen überschaubaren Strukturen. Aktuell gehen 68 Holmer ins Schulzentrum. Das sind 13,2 Prozent aller Schüler.

Die Gemeinde Holm muss zukünftig nicht mehr pro Kind einen Schulkostenbeitrag entrichten, zahlt aber eine Umlage. Derzeit ist es für das Dorf ein Minusgeschäft. Den Schulkostenbeiträgen von jährlich 77000 Euro steht zukünftig eine Umlage von knapp 93000 Euro gegenüber.

Die Kommune sichert damit aber ab, dass ihre Schüler aufgenommen werden. Bei der derzeit noch geltenden Regelung könnten Holmer abgelehnt werden, wenn alle möglichen Plätze mit Schülern aus den vier Trägergemeinden besetzt wären.

Außerdem können die Holmer Politiker mitbestimmen, was sich im Schulzentrum tut. Ihre Politiker ziehen mit der Gültigkeit des öffentlich-rechtlichen Vertrags ab dem 1. August mit drei Vertretern in die Schulverbandsversammlung ein.

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