Fußball : Holm II gewinnt Keller-Derby

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„Plötzlich war das Licht aus!“ So umschrieb Andreas Lorenzen, Kapitän der 2. Herren des TSV Holm, den Zusammenprall, den er am Sonntag im Kreisliga-Derby bei den 1. Herren des TV Haseldorf erlitt. Lorenzen wurde benommen am Spielfeldrand behandelt, spielte aber weiter. Zuvor hatte Lorenzen bereits zur Gäste-Führung beigetragen: Als er in den Haseldorfer Strafraum eindrang, trat ihm TVH-Verteidiger Benjamin Pletz von hinten in die Hacken, was Schiedsrichterin Sabrina Reinhart als „Notbremse“ wertete und Pletz die Rote Karte gab. Den fälligen Elfmeter verwandelte Daniel Kleinwort zum 0:1 (15.). Nach einem Fehlpass der Hausherren im Spielaufbau legte Fabio Boenigk quer zu Marvin Looks, der auf 0:2 erhöhte (22.).

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17. September 2012, 19:08 Uhr

Wito Wegner vergab eine Chance zum schnellen 1:2 und als er zusammen mit Daniel Pump auf das Gäste-Gehäuse zulief, spielte er so schlecht quer, dass Pump den Ball nicht mehr richtig erreichte. Dann kam Joris Justin Lüchau nach einem Eckstoß zum Kopfball, doch TSV-Torwart Marcus Richter fischte die Kugel sensationell noch aus dem Winkel (44.). „In der Pause habe ich mein Team eindringlich vor einem Haseldorfer Anschlusstor gewarnt“, so TSV-Trainer Thomas Gutsche, dessen Team sich einem gegnerischen Dauerdruck ausgesetzt sah: „In der zweiten Halbzeit habe ich ein Chancenverhältnis von 16:1 für uns gezählt“, sagte TVH-Trainer Jörg Dalecki. Einen Schuss von Florian Koschinski wehrte Richter noch zur Seite ab, doch Philip Schadewald setzte gut nach und verkürzte auf 1:2 (58.).

„Danach begannen wir zu schwimmen und in den Köpfen ging es nur noch darum, bloß nicht das 2:2 zu kassieren, was zu Nervosität führte“, so Gutsche. Als Richter einen Ball schon sicher hatte, lief ihm Wegner gegen die Hände und fiel hin. Alle rechneten damit, dass Reinhart dies als Stürmerfoul werten würde – doch die Schiedsrichterin entschied auf Elfmeter, zeigte Richter allerdings „nur“ die Gelbe Karte. Lüchau jagte den Strafstoß an den Innenpfosten, von wo aus er ins Feld zurücksprang (67.). Richtig hitzig wurde es im Schlosspark, als Kamil Ludwicki nach einem Duell mit Wegner nachtrat und die Rote Karte sah (70.).

So hieß es in der Schlussphase „zehn gegen zehn“ und, nach sieben vergebenen Großchancen, glich Haseldorf eigentlich auch beim Ergebnis noch aus. Doch obwohl Wegners Fallrückzieher fast von der Torauslinie aus kam, bevor Koschinski den Ball über die Linie drückte, sah ihn der Schiedsrichter-Assistent im Abseits. „Eine bittere Niederlage“, klagte Dalecki, während Gutsche lobte: „Das Team hatte sich viel vorgenommen und die erste Hälfte gehörte uns!“

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