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18. Holmer Apfelfest : Holm feiert einen Tag lang den Apfel

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

180 Marmeladengläser sind verschraubt, die Tortenproduktion ist in Auftrag gegeben, das „Himmel und Erde“-Gericht ist bestellt und der Veranstaltungsraum ist reserviert – für Brigitte Voswinkel sind die Vorbereitungen für das 18. Holmer Apfelfest abgeschlossen. Zusammen mit ihrem Helferteam lädt sie für Sonnabend, den 12. September, ab 13 Uhr zum Genießen ins Dörpshus, Im Sande 1, ein.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 18:46 Uhr

Das Apfelfest ist nicht nur bei einheimischen Gourmets beliebt. Auch Tagesausflügler aus Hamburg und dem Umland wissen das traditionelle Essen und den ländlichen Charme zu schätzen und planen Jahr für Jahr einen Besuch ein.

Ab 13 Uhr dreht sich im Dörpshus alles um den Apfel. Traditionell kommt „Himmel und Erde“ auf den Tisch, ein Gericht aus Stampfkartoffeln und Apfelmus, wobei die Kartoffeln für die Erde stehen, die an Bäumen wachsenden Äpfel für den Himmel. In Holm werden die Hauptzutaten mit Grützwurst, Grützwurst mit Rosinen und einer eigens für das Apfelfest herstellten Variante, Grützwurst mit Äpfeln, serviert. „Alles in Bio-Qualität von der Wedeler Schlachterei Höpermann“, ergänzte die Organisatorin, die damit rechnet, dass rund 80 Essen über den Tresen gehen. Alternativ gibt es Bratwurst vom Grill. Das Gericht kostet elf Euro. Ein lieblicher Apfelwein rundet den Genuss ab.

Ab 15 Uhr wird selbstgebackener Kuchen angeboten – selbstverständlich mit Äpfeln als wichtigster Zutat. Neben Kaffee schenken die fleißigen Helferinnen Apfeltee aus. Die Tasse Kaffee oder Tee kosten 50 Cent, Kuchen oder Tortenstücke einen beziehungsweise 1,50 Euro. Weil das Team aus Erfahrung weiß, dass viele Besucher ihren Kuchen gern mit nach Hause nehmen, stehen Transportpappen bereit.

Zum Rahmenprogramm gehört ein Wettbewerb für Kinder: Wer schafft es, die längste Apfelschalen-Schlange zu produzieren? Außerdem sind Besucher aufgefordert, die Anzahl an Äpfeln, die in einem Tuch von der Decke hängen, zu erraten. Die zukünftige Apfelkönigin Katharina I., die einen Tag später im Rahmen der offiziellen Eröffnung der Holsteiner Apfeltage 2015 gekrönt wird, hat ihr Kommen zugesagt. Der Obsthof Plüschau ist mit einem Stand vertreten. Auch die Gelees und Marmeladen von Brigitte Voswinkel können käuflich erworben werden. Neu in ihrem Sortiment sind die Sorten Apfelgelee mit Hagebutten, mit Zimt, mit Holunderblüten und Tomaten und Ingwer sowie ein Apfellikör.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer kommen möchte ist willkommen. Besonders freut sich Organisatorin Voswinkel über Zufallsgäste.

Die Wiege der Holsteiner Apfeltage steht in Holm

„Das Holmer Apfelfest ist die Wiege der Holsteiner Apfeltage“, sagt Dietmar Voswinkel. Zusammen mit dem Festausschuss vom SPD-Ortsverein hatten er als Vorsitzender der Holmer Sozialdemokraten und seine Frau nach einer Möglichkeit gesucht, zusammenzukommen. Das Fest sollte einen Bezug zur Region haben und im September stattfinden. So war man 1998 schnell auf ein Fest rund um den Apfel gekommen. Der damalige Landtagsabgeordnete Helmut Plüschau berichtete in Kiel von der Idee und brachte den damaligen Landwirtschaftsminister Wiesen mit zur Feier in die Gemeinde. Auch die Apfelbauern waren begeistert. 1999, nur ein Jahr später, wurden die 1. Holsteiner Apfeltage gefeiert, für die die damalige Ministerpräsidentin Heide Simonis die Schirmherrschaft übernahm. „Sie wurde zugunsten einer Spende für den örtlichen Kindergarten in Äpfeln aufgewogen. Weil sie so zierlich ist, kam da nicht viel zusammen“, erzählte Voswinkel schmunzelnd.

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