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Wahlergebnis : Hölck siegt in Uetersen vor Ostmeier

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Uetersener Wunschliste an die neue Landesregierung ist lang. Sorge vor finanzieller Schlechterstellung wächst.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2017 | 12:00 Uhr

Uetersen | In Uetersen haben sich 59,2 Prozent aller Wahlberechtigten (14.165 Bürger) an der Landtagswahl beteiligt. Damit lag die Wahlbeteiligung um mehr als fünf Prozentpunkte unter dem Ergebnis des Landes. Direktkandidat Thomas Hölck (SPD) konnte sich in Uetersen knapp gegen seine Mitbewerberin von der CDU, Barbara Ostmeier, durchsetzen. Lediglich 14 Stimmen trennten die beiden Wahlkreiskandidaten voneinander. Hölck errang 3145, Ostmeier 3131 Erststimmen. Im Wahlkreis Pinneberg-Elbmarschen siegte jedoch Ostmeier.

Was erwartet Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) von der neuen Landesregierung? „Für mich ist das Wichtigste, dass die Finanzen für die Städte nicht aus dem Blick geraten, dass die Finanzierung weiter unterstützt wird, weil Städte viele Aufgaben für das Umland erfüllen“, sagte sie. Für Hansen ist weiter wichtig, dass bei einer erneuten Diskussion um G8/G9 die Aufgabe der Mensa nicht wegfällt. Sie sei erst vor wenigen Jahren als Mittagsangebot für lange G8-Schultage von der Stadt gebaut und finanziert worden. Falls G8 aufgehoben werde, dürfe das zudem nicht zu Lasten der Gemeinschaftsschulen geschehen.

Und was erhofft sich die Politik von der neuen Regierung? SPD-Fraktionschef Ingo Struve sieht es ähnlich wie Hansen: „Ich erwarte von der neuen Landesregierung, dass die finanzielle Unterstützung von Landesseite unverändert beibehalten wird. Wir haben zum ersten Mal gemerkt, dass Städte wahrgenommen werden, die ja viele Aufgaben für die kleineren Gemeinden übernehmen. Auch wünschen wir uns, dass der Rettungsschirm bis 2018 aufrechterhalten wird und die Sparbemühungen der Stadt weiter honoriert werden. Im übrigen freue ich mich über das SPD-Ergebnis in Uetersen.“ Die SPD hat bei den Zweitstimmen 32,22 Prozent erhalten, die CDU nur 30,65 Prozent.

Torben Langhinrichs, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, sagte: „Ich wünsche mir mehr finanzielle Entlastung Uetersens durch individuelle Förderungen der Schulen und deren Einrichtungen sowie mehr Investitionen in die Infrastruktur (Straße, Schienen und Digitalisierung). Die Politik vor Ort sollte wieder mehr gestalten können. Ich erwarte von der zukünftigen Landesregierung insbesondere, dass sie ihre Versprechen einhält und lasse mich diesbezüglich gerne positiv überraschen.“ Rolf Maßow (FDP) sagte: „Wir erwarten dass das Bildungssystem wieder auf ein vernünftiges Level gehoben wird. Die absolute Inklusion sollte noch einmal überdacht werden. Wir brauchen auch Unterstützung bei der Frage der Straßenausbaubeiträge. Wir möchten, dass die Verpflichtung in der Beitragsordnung abgeschafft wird.“ Die K22 sollte von der neuen Landesregierung stärker unterstützt werden, findet Maßow, und Umweltverträglichkeitsprüfungen sollten nicht mehr ins Unermessliche gehen. Für Uetersen seien zudem die Eignungsräume für Windenergie besonders wichtig. Das Konzept der alten Regierung müsste neu überdacht werden.

Thorsten Berndt (Grüne): „Das wichtigste ist die Gestaltung der Zukunft der Innenstadt. Wir brauchen hier eine gute Lösung rund um die Immobilie Parkpalette. Vom Land erwarte ich eine Stärkung des geförderten Wohnungsbaus und eine Reaktivierung der Eisenbahnverbindung zwischen Uetersen und Tornesch für den Personenverkehr in den nächsten fünf Jahren. “ Das wäre auch eine Chance für die Innenstadt, so Berndt

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