Weitere Verzögerung : Hochfeldstraße Uetersen: Kein Ende der Bauarbeiten in Sicht

Die Hochfeldstraße: Kann sie mängelfrei abgenommen werden? Aus heutiger Sicht bestehen Zweifel.
Die Hochfeldstraße: Kann sie mängelfrei abgenommen werden? Aus heutiger Sicht bestehen Zweifel.

Die Stadt setzt dem ausführenden Unternehmen eine Mitteilungsfrist bis zum 31. Januar.

shz.de von
16. Januar 2018, 12:00 Uhr

Uetersen | Die Hochfeldstraße ist über die Straßen Auf dem Flidd und Friedhofstraße sowie Schröders Tannen und zusätzlich über die Lesekampstraße an das innerörtliche Straßennetz angeschlossen. Seit 2014 wird sie ausgebaut. Nach wie vor ist kein Ende der Arbeiten in Sicht, die Verwaltung hat das bauausführende Unternehmen jetzt angemahnt, bis zum 31. Januar die Bauabnahme zu beantragen. Erst danach können gegebenenfalls weitere Mängel aufgenommen werden, die dann zu beheben sind. Mängel hat es an anderer Stelle bereits gegeben.

Wie Achim Kroll, Tiefbauingenieur bei der Stadt, gegenüber unserer Zeitung sagte, hat der Unternehmer mehrere Termine verstreichen lassen, beziehungsweise ist der Bitte der Verwaltung, jetzt, mehr als drei Jahre nach dem ersten Spatenstich, endlich die Abnahme durch Vertreter der Stadt zu beantragen, bislang nicht nachgekommen. Das die Arbeiten begleitende Ingenieurbüro hatte bereits mehrere Mängel festgestellt und um Beseitigung dieser gebeten. Insbesondere betraf das den neuen Kanal, der unterhalb der Straßenoberfläche verläuft. Die Auswertung des Bildmaterials einer Kamerabefahrung hatte ergeben, dass einzelne Rohrstücke mangelhaft miteinander verbunden waren. 500 000 Euro behielt die Stadt damals von der Schlussrechnung des Unternehmens ein, nachdem sich auch die politischen Gremien mit der Angelegenheit befasst hatten. Diese Arbeiten wurden auch ausgeführt, doch ob die Mängel nun behoben worden sind, konnte bislang noch nicht geklärt werden, das neue Filmmaterial liegt der Stadt noch nicht vor.

Augenscheinlich gibt es jedoch auch an der Straßenoberfläche einiges auszusetzen. Schachtdeckel klappern, einzelne Steine des Betonpflasters wurden zu tief eingesetzt. Doch Kritik kann die Stadt als Bauherrin erst üben, wenn der Unternehmer die Bauabnahme beantragt.

Doch was passiert, wenn er der Aufforderung bis zum 31. Januar nicht nachkommt? Kroll ist ein wenig ratlos, auch, weil er einen solchen Fall bislang noch nicht erlebt hat. Man müsse dann, sagt er, über Ersatzvornahme nachdenken. Sprich: Es wird ein anderes Unternehmen beauftragt, die dann ohne die offizielle Bauabnahme festgestellten Mängel zu beheben. Eine heikle Sache. Entsprechend hofft der Ingenieur bis zum 31. Januar weiter auf die angemahnte Post.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen