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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 00:19 Uhr

Amtsausschuss : Historisches Votum

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Als erstes Amt im Kreis Pinneberg bekommt Elmshorn-Land einen Amtsdirektor. Das hat der Amtsausschuss in seiner Sitzung am Montag einmütig beschlossen. „Das ist eine der weitreichendsten Entscheidungen, die das Gremium in den letzten Jahrzehnten getroffen hat. Der Amtsausschuss hat damit Geschichte geschrieben“, sagte der Leitende Verwaltungsbeamte (LVB) Roland Reugels.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2014 | 21:25 Uhr

Reugels ist seit 2008 Chef der Verwaltung, die 12500 Bürger in sieben Gemeinden sowie drei Zweckverbände vertritt. Die Amtsleitung ist Aufgabe von Seestermühes Bürgermeister Thorsten Rockel, der als Amtsvorsteher und gegen eine Aufwandsentschädigung für alle Entscheidungen der Verwaltung geradesteht. Mit der Entscheidung wird er zukünftig ausschließlich repräsentative Aufgaben übernehmen und wie gehabt dem Amtsausschuss vorsitzen, was auch eine Reduzierung seiner Aufwandsentschädigung nach sich zieht. Für den engagierten Kommunalpolitiker kein Problem, war er es doch, der die Debatte um eine Änderung der LVB-Stelle in die eines Amtsdirektors anstieß. „Die Anforderungen an die Arbeit in einem Amt wie unserem steigen ständig, und damit ist auch mehr Professionalität gefragt“, sagte Rockel. Das könne ein ehrenamtlicher Amtsvorsteher nicht mehr leisten. Gleichzeitig ist es für den Seestermüher Bürgermeister auch eine Frage der Gerechtigkeit, wenn ein Amtsverwaltungschef ähnliche Bezüge und Verantwortlichkeiten erhält wie etwa der ebenfalls hauptamtliche Bürgermeister von Tornesch, Roland Krügel. „Er vertritt etwa so viele Bürger wie unser Leitender Verwaltungsbeamter“, so Thorsten Rockel. Der neue Posten wird den Jahresetat des Amtes mit etwas 10000 Euro zusätzlich belasten. Geht es nach dem Amtsausschuss wird auf eine öffentliche Ausschreibung der Stelle verzichtet. Wunschkandidat der Ausschussmitglieder ist Roland Reugels, der bereits signalisiert hat, sich auch bewerben zu wollen. Auf ihn wird sich der Ausschuss wohl verständigen. Ob das rechtlich zulässig ist, darüber muss jetzt die Kommunalaufsicht befinden. Kaum jemand rechnet aber damit, dass die Pläne nicht absegnet werden.

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