Esingen : Historischer Schuleingang

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Wer aufmerksam an dem historischen Schulgebäude der Johannes-Schwennesen-Schule vorbeigeht, dem wird auffallen, dass der Blick auf das 1906 errichtete Schulhaus von der Esinger Straße aus irgendwie „majestätischer“ wirkt. Und das stimmt. Der historische Schuleingang zur Straße, durch den mehrere Schüler- und Lehrergenerationen einst ihre Bildungseinrichtung betraten und verließen, ist nicht mehr durch Büsche und Sträucher verdeckt. Und mehr noch. Zu der sanierten Eingangstür führt ein gepflasterter Weg, eingesäumt von Rabatten, so wie einst zur Einweihung der Schule.

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25. Juli 2012, 20:12 Uhr

Die Veränderung, die optisch so viel im Gesamtbild des historischen Schulgebäudes bewirkt hat, hängt jedoch nicht mit Restaurierungsarbeiten an der Schule, sondern ganz profan mit praktischen Notwendigkeiten zusammen: In dem Bereich vor dem alten Schulgebäude musste die Abwasserleitung erneuert werden und außerdem bestand seit langem durch den Strauchbewuchs nicht mehr die Möglichkeit, von dieser Seite des Gebäudes bei Reparatur- oder Wartungsarbeiten an das Dach oder die Dachrinne zu kommen. Umständlich und kostenintensiv mussten notwendige Arbeiten vom Schulhof aus mit einem Kran erledigt werden.

Das gehört nun der Vergangenheit an, denn die Zuwegung ist so gestaltet, dass sie mit Fahrzeugen zur Dachpflege befahren werden kann. Auch die Haustür zum Aufgang zu den Wohnungen im Schulgebäude ist nun besser zu erreichen. Zuvor gab es nur einen schmalen Weg entlang des dichten Grüns.

„Wir hatten eigentlich schon immer vor, in diesem Bereich des historischen Schulgebäudes etwas zu verändern und den Zugang zum Dach zu ermöglichen“, betont Bauamtsmitarbeiter und Bauhofleiter Wolfgang Ruser. Er hatte die Ideen für die Gestaltung und Pflasterung des Weges und hat damit ein Stück Geschichte an die Esinger Schule zurückgeholt.

Täglich nutzen werden den Bereich allerdings nur die Mieter der Wohnungen unter dem Schuldach. Denn die einstige Eingangstür zur Schule wird nicht reaktiviert. Schüler und Lehrkräfte nutzen die Schuleingänge der „Neuzeit“. Und damit es nicht zu Irritationen kommt, werden die Schulschilder, die nun genau auf den wieder sichtbaren historischen Eingang zeigen, ein Stückchen versetzt.

Was noch fehlt, ist eine Beleuchtung des Weges und eine pflegearme Rabattenbepflanzung. Die Kabel für eine mögliche Außenbeleuchtung wurden im Rahmen der Erneuerung der Abwasserleitungen gleich mitgelegt. Auch ein neuer Zaun um das zum DRK-Hort gehörende Spielgelände wurde gesetzt und die Hecken zurückgeschnitten. Die Kosten für all diese Neuerungen belaufen sich auf 20000 Euro. Im Herbst soll noch im hinteren Bereich der Schule der dichte Bewuchs gelichtet und ein Zaun gesetzt werden. Beim Blick Richtung „historischer Schuleingang“ lohnt sich auch ein Blick Richtung „Kirchensaal“. Denn nun sind auch die Kirchensaalfenster auf dieser Seite des Gebäudes unverdeckt in voller Schönheit zu sehen.

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