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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 05:27 Uhr

Industriemuseum : Historischen Hafen bestaunen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Historische Ever, die die Krückau entlang schippern, Pferdefuhrwerke und schwer schuftende Hafenarbeiter: All dies stellt das neuste Exponat des Industriemuseums anschaulich dar. Ein Diorama des Elmshorner Hafens um 1910 wird das Herzstück der neuen Daueraustellung, die am Sonntag, 13. März, für Besucher eröffnet wird.

Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum bekommt das Industriemuseum eine neue Dauerausstellung. Die Umbauarbeiten im Obergeschoss gehen nun in die heiße Phase. Bereits jetzt übergab Modellbauer Olaf Krabbenhöft Museumsleiterin Bärbel Böhnke das neue Hauptexponat. Ein Diorama des Elmshorner Hafens um 1910 wird den Besucher künftig auf den Wandel der Produktion am Beispiel der Stadt Elmshorn einstimmen.

Mit einem Maßstab von 1 zu 87 bildet das Modell das lebendige Hafentreiben am Krückaubecken naturgetreu im Miniatur ab. Einzelne Elemente, wie etwa eine schottsche Karre, können dann in Originalgröße in der Ausstellung besichtigt werden. Es ist das erste Mal, dass der historische Stadthafen in einem Diorama dargestellt wird.

Auf einer Ausstellungsfläche von 40 Quadratmetern wird sich alles um den historischen Hafen drehen. „Wir haben den Schwerpunkt auf das Jahr 1910 gelegt, da dies die Blütezeit der Industriealisierung und des Elmshorner Hafens war“, erläuterte Museumsleiterin Bärbel Böhnke. 200301 Schiffe lieferten in diesem Jahr vor allem Getreide für die Futtermittelproduktion in Elmshorn an. An einer Medienstation können sich die Besucher interaktiv über die verschiedenen Arbeitsvorgänge am Hafen informieren.

Lange hatte das Industriemuseum nach einem geeigneten Modellbauer für das Hafen-Diorama gesucht. Auf Olaf Krabbenhöft waren Bärbel Böhnke und ihre Mitarbeiter schließlich durch einen Tipp vom Internationalen Maritimen Museum Hamburg gekommen. Dort war Krabbenhöft bis 2010 Leitender Modellbauer. „Es fasziniert mich, lange zurückliegende reale Welten im Modell wiedernstehen zu lassen“, äußerte Olaf Krabbenhöft. Anhand historischer Fotos und einem Ölgemälde fertigte er die Nachbildung des Elmshorner Hafens in mühevoller Kleinarbeit an. Zwei Monate lang habe er jeden Tag mehrere Stunden daran gesessen.

Finanziert wurde das neue Exponat durch eine Spende der Fielmann AG. Im vergangenen Jahr wurden Jürgen Ostwald, Geschäftsführer der Günther- Fielmann-Stiftung, zufolge 400000 Euro in die Förderung norddeutscheuer Museen investiert.

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erstellt am 17.Feb.2016 | 16:28 Uhr

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