Wilhelmstrasse / Heimstättenstrasse : Hinweis an Bauausschuss-Politiker

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Am 1. Juni hat die Amtszeit des neuen Seniorenbeirates, zu dessen Vorsitzenden in der konstituierenden Sitzung Jürgen Hesse gewählt worden war, begonnen. Die erste öffentliche Beratung des Ausschusses soll am Donnerstag, dem 16. August, im Rathaus erfolgen.

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24. Juli 2012, 20:59 Uhr

Doch nicht erst zu dem Zeitpunkt greifen Jürgen Hesse und seine Mitstreiter im Vorstand und Beirat Themen auf, die Seniorinnen und Senioren vor Ort betreffen oder bei denen die Meinungen, Erfahrungen oder Ratschläge der älteren Generation gefragt sind. Der Seniorenbeirat meldet sich zu einem aktuellen Thema zu Wort, das bei Weitem nicht nur die ältere Generation betrifft. Es geht um die Regelung des Radfahrverkehrs in den Straßenabschnitten Wilhelmstraße und Heimstättenstraße.

Dort wurden vor einiger Zeit die Verkehrszeichen, die den Radfahrverkehr auf den Fußgängerwegen in der Heimstättenstraße zwischen Norderstraße und Pastorendamm erlaubten, abgebaut. Die Straßenverkehrsbehörde hatte keine Notwendigkeit gesehen, dass in dem Bereich Radfahrer nicht die Straße, sondern die Fußgängerwege nutzen sollten, und die von der Stadt aufgestellten Schilder für den Radverkehr auf den Fußgängerwegen entfernen lassen. Das heißt, in dem betreffenden Bereich darf mit dem Rad nur noch auf der Fahrbahn gefahren werden.

Da im etwa 500 Meter langen Straßenabschnitt Wilhelmstraße bei gleicher Verkehrsbelastung die Radfahrer jedoch die Fußgängerwege nutzen dürfen, sind Anwohner und Radfahrer jeden Alters irritiert. Auch für die Mitglieder des Seniorenbeirats ist diese Regelung nicht nachvollziehbar. „Hier muss eine einheitliche radfahrerfreundliche Neuregelung her. Wir als Seniorenbeirat setzen uns für eine einheitliche Zulassung der Fußgängerwege zum Befahren durch Radfahrer im gesamten Straßenverlauf der Wilhelmstraße und Heimstättenstraße ein“, macht der Beiratsvorsitzende Jürgen Hesse deutlich. Der Beirat hat einen entsprechenden Antrag an die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses gestellt und erwartet von der Politik in der Bauausschuss-Sitzung am Montag, dem 6. August, eine Reaktion.

„Die Verkehrssicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer in diesem Bereich dürfte auch der Politik und der Verwaltung unserer Stadt wichtig sein. Daher hoffen wir auf die Unterstützung durch den Bau- und Planungsausschuss“, so Jürgen Hesse. Antrag der Christdemokraten Radfahrregelung

Die Christdemokraten haben bereits den Ball, den ihnen der Seniorenbeirat bezüglich der Radwegebeschilderung in der Heimstättenstraße und der Wilhelmstraße und Nutzung beziehungsweise Nicht-Nutzung der Fußgängerwege durch Radfahrer zugeworfen hat, aufgefangen: Sie werden in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 6. August einen Antrag einbringen, um bei der Radfahrregelung im Straßenzug Wilhelmstraße und Heimstättenstraße eine die Radfahrer und Anlieger befriedigende Lösung zu erreichen. Denn den Anliegern der Heimstättenstraße geht es in diesem Zusammenhang nicht einfach nur um die Nutzung oder Nicht-Nutzung der Fußgängerwege als Radwege. Sie hatten beim Ausbau des Heimstättenstraßen-Abschnittes zwischen Norderstraße und Pastorendamm 2007 ihren finanziellen Anteil zur Erstellung von kombinierten Geh- und Radwegen geleistet.

Die Christdemokraten wollen mit ihrem Antrag im Bauausschuss nun erreichen, dass die Verwaltung die Regelung des Radweges für den Straßenzug Wilhelmstraße/Heimstättenstraße klärt. „Diese Regelung muss auch nach dem Aus- und Neubau der Wilhelmstraße Bestand haben“, so die Forderung der CDU. Präferiertes Ziel sollte die Nutzung als kombinierter Geh- und Radweg sein. Alternativ sei die durchgängige Festsetzung von Tempo 30 für den gesamten Straßenzug Wilhelmstraße/Heimstättenstraße anzustreben.

Die Christdemokraten verweisen darauf, dass für Nutzer unverständlich bleibt, warum das Radfahren auf den Fußgängerwegen der Wilhelmstraße, die schmal und in schlechtem Zustand sind, erlaubt ist, aber auf den 2,5 Meter breiten, als Rad- und Gehwege neu gebauten Fußwegen in der Heimstättenstraße Radfahrer nicht unterwegs sein dürfen. Die tatsächliche Nutzung durch die Radfahrer mache deutlich, dass die geltende Regelung nicht nachvollziehbar ist.

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