Handball : Hinspiel-Ergebnis umgedreht

Dass das Rückspiel exakt anders herum endet als das Hinspiel, kommt im Handball deutlich seltener vor als im Fußball. Bei beiden Sportarten hätte dieser Umstand im Europapokal eine Verlängerung zur Folge. In der Bundesliga nicht – auch nicht in der A-Jugend-Bundesliga der Handballer, in der die 1. männliche A-Jugend des TuS Esingen am Sonnabend mit 28:30 gegen die SG Flensburg-Handewitt verlor. Mit exakt demselben Ergebnis hatten die TuS-Talente am 14. September ihre Premiere in Deutschlands höchster Junioren-Spielklasse in Flensburg gewonnen.

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15. Dezember 2014, 22:01 Uhr

Wie fast auf den Tag genau drei Monate zuvor, so erwischten erneut die Gastgeber, also dieses Mal die Tornescher, den besseren Start. „Wir haben eine starke erste Hälfte gespielt“, lobte Claas-Peter Schütt, der die TuS-A-Jugend zusammen mit Till Krügel trainiert. Das 0:1 blieb die einzige SG-Führung bis zur Pause. Thore Gier glich mit seinem ersten von zehn Treffern aus, dann übernahmen die Esinger die Regie und lagen viermal mit drei Toren in Führug (6:3/6. Minute, 8:5/13., 9:6/14. sowie 10:7/16.). Jedoch kamen die Flensburger wieder heran und zur Pause stand es 15:14. Die 14 Gegentore im ersten Abschnitt empfand Schütt als „zu viel“ und tadelte: „Da haben sich leider einige absolut unnötige Fehler bei uns eingeschlichen!“

Nach dem Seitenwechsel kochte die Stimmung in der erneut voll besetzten Neuen KSGT-Halle über, als die Esinger mit vier Toren in Folge auf 19:14 davonzogen (35.). Nach Mirko Hahns 21:16 (40.) schlug der Nachwuchs des amtierenden EHF-Champions-League-Siegers aus dem hohen Norden aber zurück und egalisierte zum 23:23. „Leider konnten wir in der zweiten Hälfte unsere Linie nicht mehr halten und nicht mehr das spielen, womit wir erfolgreich waren“, sagte Schütt angesichts der Tatsache, dass sein Team beim 24:23 letztmals in Führung lag. Darauf folgten zwei Gegentreffer und obwohl beide TuS-Torhüter, Niklas Beckemeyer und Jorrit Sommer, jeweils gute Paraden zeigten, stand es eine Minute vor dem Ende 28:30.

Als noch 15 Sekunden zu spielen waren, vergaben die Esinger eine Wurfchance, womit die Partie entschieden war. Nun hätten die Flensburger mit ihrem 31. Tor sogar noch den direkten Vergleich gegen Esingen gewinnen können – doch ihnen lag mehr daran, nicht noch das 29:30 zu kassieren. SG-Coach Michael Jacobsen nahm eine Auszeit, dann ließ sein Team die Schlussphase ohne Risiko herunterlaufen.

Weil der direkte Vergleich Unentschieden endete, würde, wenn beide Teams auch am Saisonende punktgleich sind, die Gesamt-Tordifferenz über die Platzierung entscheiden – momentan ist die der SG um 17 Treffer besser. „Wir hatten es nach der ersten Hälfte selbst in der Hand, zu gewinnen, sind aber an uns selbst gescheitert“, so Schütt abschließend.

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