Projekt : Hilfe und Austausch außerhalb der Klinik

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Die psychische Erkrankung eines Elternteils hat häufig weitreichende psychosoziale Probleme zur Folge. Das können Partnerschaftsprobleme sein, aber auch der Verlust der Arbeitsstelle und finanzielle Nöte. Und häufig sind es psychisch erkrankte Mütter, die den Alltag mit ihren Kindern alleine bewältigen müssen. Natürlich möchten auch Eltern, die selbst psychisch erkrankt sind, dass ihre Kinder sich gesund entwickeln, dass sie Freunde haben, in der Schule gut mitkommen und auch sonst ein ganz „normales“ Leben führen können. Aber gerade in derartigen Krisenzeiten fällt es jenen Eltern schwer, auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen, oder sie überhaupt wahrzunehmen.

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18. Oktober 2012, 19:56 Uhr

Aufgrund ihrer eigenen Erkrankung sind sie häufig schlicht überfordert und können für ihre Kinder nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Diese ungünstigen Lebensumstände führen bei betroffenen Kindern zu einer dauerhaften Stressbelastung, was das Risiko, Verhaltensauffälligkeiten zu entwickeln oder sogar selbst psychisch zu erkranken, erhöht. In Kooperation mit der Volkshochschule Elmshorn, hat die Brücke Elmshorn e. V. das Projekt „Regenbogen“ entwickelt. Im Rahmen dieser Seminarreihe sollen die Unterstützungsfelder für Menschen mit psychischen Problemen beleuchtet werden. Die Reihe der Referenten besteht einerseits aus Profis mit fachspezifischer Ausbildung, andererseits aber auch aus Betroffenen und ihren Angehörigen, die ihre Kompetenzen aus der eigenen Erfahrung schöpfen.

Eingebettet ist auch das Patenschaftsprojekt. Sie ist als eine Art Nachbarschaftshilfe für die Kinder von erkrankten Eltern zu sehen, die einer drohenden Überforderungssituation der betroffenen Familie vorbeugen soll. Die Patenfamilie nimmt dabei die Kinder der Betroffenen auf, wenn es Mutter oder Vater akut sehr schlecht geht oder sogar ein stationärer Aufenthalt stattfindet und eine Betreuung der Kinder anderweitig nicht möglich ist. Mit dieser Hilfe erhalten die erkankten Eltern mehr Zeit für sich, um sich um ihre eigenes Wohlbefinden zu kümmern.

Die Seminarreihe startet am kommenden Mittwoch, dem 24. Oktober mit einer Runde, in der es zunächst um die Eltern selbst geht. Am darauffolgenden Mittwoch, dem 31. Oktober, findet dann das Seminar statt, in dem es auch um die Kinder und die Themen „Mitleiden, Verantwortungsübernahme und Überforderung“ geht. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 04121/231305 ist erwünscht, aber keine Bedingung. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro (ermäßigt 1 Euro).

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