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Delfintherapie : Hilfe für Jannis: Es ist geschafft!

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Anette Struve stehen Tränen in den Augen und ihrem Gatten Michael hat es einfach die Sprache verschlagen. Wie eine Bescherung kurz vor dem Weihnachtsfest scheint es ihnen vorzukommen, was Dieter Norton zu berichten hat.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2013 | 20:21 Uhr

„Eine Kettenreaktion” habe sich entwickelt, seit das Kulturforum im September zur Hilfe für Jannis aufgerufen habe, so der Vereinsvorsitzende. Dem behinderten Jungen soll mit einer Delfintherapie geholfen werden. „Die Menschen haben nicht nur ihre Türen, sondern auch ihre Herzen aufgemacht”, freut sich Norton.

Offiziell Bilanz gezogen werden soll zwar erst am 7. Januar, doch einen Überblick über die Spendeneingänge hat er schon. „Wir werden die 15000 Euro knacken”, verkündet der oberste Moorreger Kulturförderer. Denn diese Summe kostet die Delfintherapie. Das örtliche Rote Kreuz hat einen Beitrag dazu geleistet. Der Vorsitzende Joachim Batschko war mit seiner Stellvertreterin Saskia Dehl ins Kulturhaus an der Klinkerstraße gekommen, um einen Scheck von 500 Euro zu übergeben. „Wir haben unser 75-jähriges Bestehen gefeiert”, sagt der Moorreger, „und das DRK gibt es seit 150 Jahren.” Bei den Feierlichkeiten „kam etwas rum”, so Batschko, und davon soll auch Jannis etwas haben. „Wir wollen doch alle Weihnachten fröhlich sein.”

Das Kulturforum hatte nicht nur ein Spendenkonto zugunsten des Elfjährigen eingerichtet und mit einem Flyer um Unterstützung gebeten. Auch der Erlös des erstmals organisierten Weihnachtsmarktes wurde auf das Konto eingezahlt.

Wer den Jungen mit den blonden Wuschelhaaren zum ersten Mal sieht, mag kaum glauben, dass er schwer behindert ist. „Jannis kann sich nicht alleine an- oder ausziehen”, berichtet Anette Struve. Fremden Menschen macht er sich nicht verständlich. „Wir hoffen, dass sich die Delfintherapie positiv auf seine Sprachfähigkeit auswirkt”, so Michael Struve. Aus Gesprächen mit Eltern von behinderten Kindern wissen die beiden, dass dies einen Entwicklungsschub ausgelöst hat.

Über den Verein „Dolphin Aid“ ist eine Therapieeinrichtung in Curacao für Jannis ausgeguckt worden. „Da haben wir schon viel Gutes gehört“, so Anette Struve. Als Reaktion auf die eingehenden Spenden hat das Ehepaar bereits einen Flug gebucht. Am 7. September geht es für den Kollmaraner zu den Delfinen.

Das Spendenkonto soll übrigens offen gehalten werden. Kommt mehr zusammen als für die Therapie von Jannis benötigt, soll das Geld über Dolphin Aid anderen behinderten Kindern zugute kommen. www.hilfe-fuer-jannes.de www.kulturforum-moorrege.de

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