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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 21:11 Uhr

Konferenz : Hilfe für Flüchtlingshelfer

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wo drückt in der Flüchtlingshilfe der Schuh? Was wünschen sich ehrenamtliche Kräfte von den Behörden? Welche Modelle der Flüchtlingshilfe haben sich in den Nachbarstädten bewährt? Über diese Fragen können sich ehren- und hauptamtliche Flüchtlingshelfer während einer sogenannten Regionalkonferenz der Grünen am Freitag, 11. Dezember, in Pinneberg austauschen. Die Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms, die Landtagsabgeordnete Ines Strehlau, die Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Eka von Kalben, und der Kreisverband der Grünen laden für 17 bis 21 Uhr in das Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 8, ein.

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erstellt am 03.Dez.2015 | 18:46 Uhr

„Wir wollen dazu beitragen, dass sich Menschen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, vernetzen“, sagte die Sprecherin des Kreisvorstandes, Gertrud Borgmeyer, bei der Vorstellung des Programms gestern. Die Helfer treffen auf Experten und können voneinander lernen. Eka von Kalben wird etwa 15 Minuten lang über die Flüchtlingshilfe aus der Perspektive des Landes sprechen. Sie will über die Erstaufnahme, die Unterstützung für Kommunen, Deutsch als Zweitsprache (DaZ), die Situation in Kitas und der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen berichten.

Landrat Oliver Stolz wird in einem Kurzvortrag auf Gemeinschaftsunterkünfte im Kreis eingehen. Er will die Kooperation zwischen dem Kreis und den Kommunen erläutern sowie eine neue Koordinierungstelle vorstellen.

Täglich schlagen sich Flüchtlinge und ihre Helfer mit Behördenbriefen und Formularen herum. Wie Beratungsstellen sie unterstützen können, stellen ein Mitarbeiter des Diakonievereins Migration, der Caritas-Sozialreferent Norbert Schmitz aus Kiel und Andja Zdravac-Vojnovic, Integrationsbeauftragte der Stadt Barmstedt, vor.

< Drei Viertel des Abends ist für den Austausch reserviert. Die Besucher können eine Stunde lang Fragen zu den Kurzreferaten stellen und erhalten danach einen Imbiss. Ab 19.30 Uhr können sie an sieben Thementischen mit Experten diskutieren. Valerie Wilms spricht über die Frage: „Geht Europa ohne Grenzen nur mit einer Grenze für Europa?“ Die Ehrenamtskoordinatorinnen Miriam Utz aus Halstenbek und Kerstin Riedel aus Rellingen berichten über ihre Arbeit an der Schnittstelle von Haupt- und Ehrenamt. Beate Seifert aus Pinneberg stellt Patenmodelle und Belén Gaudioso von der Volkshochschule Halstenbek verschiedene Sprachkurse vor. Sabine Hollinger vom Tangstedter SV erläutert die Aktivitäten ihres Vereins mit und für Flüchtlinge. Joachim Dreher aus Pinneberg zeigt, wie Helfer Internet-Hotspots erstellen können.

ka von Kalben zu Obergrenzen, Familiennachzug und Abschiebung Die Diskussion über Obergrenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen gehe am Thema vorbei, sagte Eka von Kalben. „Jeder Zaun macht die Flucht gefährlicher und führt dazu, dass die Schlepper noch mehr Geld verdienen“, sagte sie. Entscheidend sei nicht die Frage, ob die Integration gelinge, sondern wie. Zur Debatte über den Familiennachzug sagte sie, dass Männer in den Erstaufnahmestellen ihr als erstes Fotos ihrer Frauen und Kinder zeigten. „Die müssen auf sicherem Weg hierherkommen, nicht auf dem Fluchtweg“, betonte Eka von Kalben. Die zur Diskussion stehende Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan bezeichnete sie als unverantwortlich. Wer mit der Bundeswehr kooperierte, dürfe zwar in Deutschland bleiben, aber die Taliban bestraften auch Sympathisanten. Bloß Geduldete seien zudem von Integrationskursen des Bundes ausgeschlossen. Diese Unterscheidung zwischen den Flüchtlingen bedrohe deren Zusammenhalt.

Bitte anmelden Wer an der Regionalkonferenz „Flüchtlinge“ teilnehmen will, sollte sich bis Montag, 7. Dezember, im Regionalbüro von Ines Strehlau bei Michael Rahn unter den Telefonnummern 04103/ 818047, 0171/ 8806666 oder per E-Mail an buero@ines-strehlau.de anmelden. (jhf)

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