Ausstellung : Hilfe beim Abenteuer Familie

„Eine stabile Gemeinschaft, deren Mitglieder sich verantwortlich fühlen und verantwortlich handeln, ist im privaten wie im beruflichen Rahmen ein zentraler Baustein von Glück und Erfolg“, das ist das Credo von Rose Volz-Schmidt, der Begründerin von „wellcome“. Es handelt sich dabei um eine bundesweit tätige Organisation für die Vermittlung von Ehrenamtlichen zur Entlastung junger Eltern mit Sitz in Hamburg.

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27. März 2014, 18:24 Uhr

Das Kofferwort „wellcome“ setzt sich aus „wellness“ und „welcome“ zusammen. Dies soll symbolisieren, dass es hilfebedürftigen Familien gut gehen soll und Neugeborene willkommen sind, also gut ankommen können.

„wellcome“ entstand aus dem Projekt „Wochenbett-Service“, das es in Norderstedt und Niendorf gab. Mit dem Projekt „wellcome“ bewarb sich Rose Volz-Schmidt im Jahre 2001 bei dem Businessplan-Wettbewerb startsocial und gewann den Bundespreis. Vor fünf Jahren ist „wellcome“ in Uetersen angekommen. Grund genug für Koordinatorin Sabine Görs und ihr Team, sich für die Wanderausstellung zu bewerben, die derzeit durch Deutschland tourt.

„Abenteuer Familie“ heißt sie und ist jetzt vier Wochen lang im Rathaus zu sehen (während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros). Prominente wie Jörg Pilawa und Til Schweiger äußern sich dabei zum großen Abenteuer Familie.

Die Ausstellung zeigt, was Familien brauchen, um das Abenteuer zu bestehen. Sie brauchen Kraft, Wissen und Arbeit, aber auch Leidenschaft, Mut und Vertrauen. Aber auch Humor. Wie ernst wäre die Welt ohne Kinderlachen. Die „wellcome“-Begründerin gab darüber während ihrer Grußworte anlässlich der Vernissage Aufschluss: Kinder lachen 400 Mal am Tag, ein Erwachsener dagegen nur 25 Mal.

Es seien alle willkommen, die die Stadt familien- und kinderfreundlich machen, sagte die ebenfalls anwesende Sozialministerin Kristin Alheit während der Vernissage. Sie kennzeichnete „wellcome“ als „bleibenden Enthusiasmus“, lobte das Konzept und versprach, sich immer dafür stark machen zu wollen. Die Geburt eines Kindes sei ein Glücksgefühl aber auch verbunden mit großer Verantwortung, vieles müsse neu aufgestellt werden. Überforderung sei nicht unnormal. „wellcome“ helfe Müttern und Vätern, in die neue Rolle hineinzufinden. Und auch die Kinder profitierten davon.

Bürgermeisterin Andrea Hansen kennzeichnete Uetersen als eine familienfreundliche Stadt. Beim Thema Familie gebe es große Gemeinsamkeit im Rat und darüber hinaus. Die Bürgermeisterin erwähnte das Lokale Bündnis für Familie, die kirchliche Familienarbeit und die der Gleichstellungsbeauftragten. „Danke, dass sie alle tätig sind“, so Andrea Hansen, die ferner die unter ihrer Amtszeit entstandenen Krippenplätze erwähnte.

Von eigenen Erlebnissen während der Geburtsphase berichtete Propst Thomas Drope vom Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. „Alleine kommt niemand durch. Als wir Hilfe benötigten, fanden wir einen freien Träger in Halstenbek. Für zehn Tage Unterstützung haben wir damals 1400 Mark bezahlt. Da sieht man, welch’ wertvolle und wichtige Arbeit ‘wellcome’ leistet.“

Die Vernissage endete mit einem „wellcome“-Imbiss.

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