Klosterkirche : Hier wird die Heilsgeschichte deutlich

Konzentriert und stimmgewaltig. Die Kantorei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde „am Kloster“ am Sonntagabend im spätbarocken Gotteshaus.
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Konzentriert und stimmgewaltig. Die Kantorei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde „am Kloster“ am Sonntagabend im spätbarocken Gotteshaus.

Aufführung von Händels Messias am Sonntagabend mit dem Orchester Elbipolis und der Kantorei.

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15. November 2016, 12:31 Uhr

Uetersen | Die Aufführung des Messias von Händel am Sonntagabend in der Klosterkirche war für die Beteiligten eine doppelte Herausforderung. Ohnehin ist das große Chor- und Orchesterwerk nicht leicht zu bewältigen. Kantor Eberhard Kneifel, Chef am Dirigentenpult, ließ das dreiteilige Oratorium zudem in englischer Originalsprache aufführen. Zusammenfassend darf kritisiert werden: bravourös gemeistert! Das kirchenmusikalische Zentrum an der Klosterkirche hat einen weiteren Höhepunkt in der langen Geschichte kirchenmusikalischer Highlights erfahren dürfen.

Die Ausführenden, die Kantorei der Klosterkirche, das Barockorchester Elbipolis und die vier Solisten des Abends waren nicht nur gut bei Stimme beziehungsweise brillierten an ihren Instrumenten, sondern verstanden es, ihr Publikum von Anfang bis Ende zu fesseln. Alle Beteiligten haben nicht nur Vollgas gegeben, sondern waren zudem mit viel Herz dabei. Klar, dass sich alle schon am Anfang des Konzerts auf den explosiven Höhepunkt, das „Halleluja“, freuten. Vielleicht war es diese Vorfreude auf diesen Kracher des Oratoriums, der einen Spannungsbogen deutlich werden ließ, wie er nur ganz selten erfahrbar wird.

Kantor Eberhard Kneifel hatte die Leitung des Messias inne. Er war der Dirigent des Abends.
Plath
Kantor Eberhard Kneifel hatte die Leitung des Messias inne. Er war der Dirigent des Abends.
 

Schade, dass der Einladung zur Teilnahme an dieser großartigen Aufführung während der „stillen Tage“ nur rund 300 Besucher folgten. Das Gotteshaus verträgt mehr als das Doppelte an Zuhörern. Solisten des Abends waren Katharina Müller (Sopran), Alex Potter (Altus), Stephan Zelck (Tenor) und Konstantin Heintel (Bass). Im kommenden Jahr werden sich die Uetersener Kantorei mit Karl Jenkins „Stabat“ Mater“ und der h-moll-Messe von Johann Sebnastian Bach befasssen.

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