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Heimatmuseum : Hier ist viel Platz für Erinnerungen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ist Heimat altmodisch, gar überholt? Die Vorsitzende des Kreiskulturausschusses, Kerstin Seyfert, hat diese Frage am Sonnabend mit einem klaren Nein beantwortet. „Heimat steht für ein Zuhause in einer globalisierten Welt, hat für mich etwas mit Geborgenheit zu tun“, sagte sie während der feierlichen Eröffnung des Moorreger Heimatmuseums.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2013 | 21:57 Uhr

Es sei wichtig, die Vergangenheit zu bewahren, weil sie zur Gegenwart und Zukunft gehöre. „Deshalb brauchen wir Heimatmuseen. Wir müssen zurückschauen, uns in eine andere Zeit versetzen lassen können“, sagte Kerstin Seyfert, die stellvertretend für Landrat Oliver Stolz Ehrengast der lang ersehnten Museumseröffnung war.

Seit die Idee vor fünf Jahren erstmals in den politischen Gremien diskutiert wurde, haben viele Menschen zu ihrer Realisierung beigetragen. Sie spendeten nicht nur Exponate, trennten sich von Reliquien der eigenen Familiengeschichte, sondern arbeiteten die Ausstellungsstücke auf und kümmerten sich um die Dokumentation.

„Wir sind am Ziel. In diesen Räumen werden Erinnerungen gepflegt, Geschichte sichtbar gemacht und das Wissen um die Vergangenheit weitergegeben“, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg in seiner Begrüßungsrede vor 60 geladenen Gästen.

Die ehemalige Lehrerwohnung in der alten Grundschule ist heute Sitz des Museums. Die Räume wurden nach Plänen der Uetersener Architektin Ute Bargmann hergerichtet und beherbergen jetzt Einrichtungsgegenstände, Kleidungsstücke, Dokumente, Bilder und zahlreiche landwirtschaftliche Gegenstände, die einen Eindruck vom Alltagsleben der Menschen vor 100 und mehr Jahren vermitteln.

Sie habe großen Respekt vor diesem Werk, sagte Kerstin Seyfert, und ermunterte vor allem Familien mit Kindern, das Museum zu besuchen. Zu den Gratulanten und ersten Besuchern gehörte auch der Chef des kleinen Haselauer Heimatmuseums, Dieter Günther. „Passt boß auf, dass ihr immer genug Platz habt, denn den werdet ihr brauchen“, sagte er.

Günther weiß, wovon er redet, denn das Thema Museumserweiterung ist in seinem Dorf ständig eines. Und auch in Moorrege wird es nicht lange dauern, bis das Museum an seine Grenzen stößt: Weitere Leihgaben werden nicht lange auf sich warten lassen. Zukünftig wird es ganzjährig jeweils am zweiten und vierten Sonntag eines Monats von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Die Betreuung der Besucher übernehmen Jürgen Bühse und Peter Nacke, die noch Verstärkung suchen.

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