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Buß- und Bettag : „Heute ist ein Lächeltag“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wörtlich sollte man den Buß- und Bettag nicht nehmen, sondern in seiner Bedeutung als Tag der Umorientierung und des Neuanfangs verstehen. Denn es geht nicht um das Büßen für begangene Vergehen, sondern um Umkehr und Gesinnungsänderung zu Gott.

„Heute ist ein Lächeltag“ ist der Buß- und Bettag-Gottesdienst am Mittwoch, 19. November, ab 19 Uhr überschrieben, denn „wir wollen das Leben von der schönen Seite sehen“, erklärt Martina Neuhaus, Pflegeberaterin der Diakoniestation Elbmarsch. Der christliche Feiertag wird in der Haseldorfer Kirche für die Marsch und Geest-Gemeinden zelebriert. Der Buß- und Bettag-Gottesdienst ist eine Gemeinschaftsaktion. Es wird von den Gemeinden Hl. Dreikönig, St. Johannes in Appen und Seester, St. Michael und St. Gabriel organisiert. Mit dabei ist die Diakoniestation Elbmarsch sowie der Gospelchor „Voice and Spirit“.

In den Mittelpunkt der Andacht wird immer ein Thema gestellt, das die Mitarbeiterinnen der Diakonie in ihrem täglichen Wirken begegnet. Diesmal sind es die Stimmungen, die bei Patienten stark schwanken können. Auf Verzweiflung, Ärger und Depression treffen die Mitarbeiterinnen ebenso wie auf Freundlichkeit und Zuvorkommenheit. Das gilt nicht nur für die zu Pflegenden, sondern auch für deren Angehörige. Die Diakonie hat den Anspruch, gleichbleibend freundlich und zugewandt zu reagieren, erklärt Martina Neuhaus. Das werde übrigens auch bei den alljährlichen Prüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) abgefragt. „Freundlich zu bleiben, ist nicht immer einfach“, so Martina Neuhaus. Antworten sollen auf die Fragen gefunden werden, wie Menschen zu helfen sei, die das Lachen verlernt haben.

Die Pastoren Dr. Helmut Nagel (Haseldorf-Hetlingen) und Frank Schüler (Appen) zelebrieren die Andacht. Es werden von Martina Neuhaus geschriebene Spielszenen aus dem Pflegealltag gezeigt. Diakonieangestellte zeigen darin Situationen, die ihnen immer wieder widerfahren. Chorleiterin Catrin Jacobsen sucht für Voice and Spirit die passenden Lieder aus.

Vielleicht hilft bei der Umkehr auch ein Blick auf die Kinder. Erwachsene würden 16 Mal am Tag lächeln, berichtete Martina Neuhaus aus wissenschaftlichen Studien. Bei Kindern hat man dagegen 90 bis 100 Mal ein Lächeln festgestellt.

Die bei dem Pressegespräch anwesenden Mitglieder des Gospelchores waren sich allerdings sicher, dass die Sänger aufgrund ihres Hobbys deutlich häufiger lächeln als die Erwachsenen aus der Statistik.

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erstellt am 30.Okt.2014 | 20:58 Uhr

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