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Verwaltungsgemeinschaft : Hetlinger CDU würde auch allein wechseln

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Hetlinger Gemeinderat hat einstimmig die Kündigung des Dienstleistungsvertrages zwischen dem Amt Haseldorf und der Stadt Uetersen gefordert. Uneinigkeit herrscht aber über die Frage, welche Schritte danach erforderlich sind, um den amtsangehörigen Dörfern die bestmögliche Verwaltung zu bieten.

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erstellt am 11.Dez.2015 | 19:14 Uhr

Seit 2006 wickelt die Stadt die Geschäfte des Amts mit seinen drei Gemeinden Hetlingen, Haselau und Haseldorf ab. Das regelt ein Dienstleistungsvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren, den der Amtsausschuss in diesem Jahr erstmals kündigen könnte. Die Vereinbarung liefe dann am 31. Dezember 2016 aus. Alternativ verlängerte sich der Vertrag jeweils um ein Jahr.

Aber was kommt nach der Kündigung? Der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexandré Thomßen empfahl einen Wechsel der Dörfer zum Amt Moorrege. „Es könnten sich mittel- und langfristig Kostenvorteile ergeben“, sagte er. Ein Amtsvorsteher und die Mitfinanzierung des Uetersener Bürgerbüros fielen weg. Hetlingen fände sich dann in einer Gemeinschaft von zehn Dörfern wieder, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen und gut kooperieren könnten. Matthias Strauch erinnerte daran, dass sich die Gemeinde von Uetersen längst nicht immer gut unterstützt sah.

Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) betonte im UeNa-Gespräch, dass die drei H-Dörfer das Amt Moorrege auf 23000 Einwohner wachsen lassen würden. Es wäre dann größer als Uetersen oder Tornesch. Dagegen sei fraglich, wie lange das Land das kleine Amt Haseldorf noch bestehen lasse.

Der CDU ist der Wechsel so wichtig, dass sie ihn zur Not auch ohne Haselau und Haseldorf vollzöge. Sie beantragte, dass sich Hetlingen bei einer Fortführung der Verwaltungsgemeinschaft mit Uetersen allein dem Amt Moorrege anschließen solle. Allerdings zog sie den Antrag auf Bitten der Freien Wahlgemeinschaft Hetlingen (FHW) zurück. Deren Fraktions-Chef Michael Rahn sagte: „Für eine Ausamt-ung musst du klare Gründe haben. Mach mal unserem Innenminister klar, dass unsere Bürger lieber nach Moorrege gehen.“ Die CDU will nun die Entscheidung des Amtsausschusses abwarten. Weitere Schritte ließen sich auch danach festlegen, so Thomßen.

Mehrheitlich empfahl der Rat, dass der Amtsausschuss einen Prüfer einschalten soll, der die Kosten der Stadt- und Amtsangebote vergleichen soll. Eine Mehrheit fand sich für den FWH-Antrag, dass die drei Gemeinden ihren Bauhof künftig in jedem Fall gemeinsam weiterbetreiben.

Der Amtsausschuss tagt am Mittwoch, 16. Dezember, ab 19.30 Uhr im Haselauer Gasthof Jägerkrug, Hohenhorster Chaussee 2.

Ostmeier warnt

Energisch warnte die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier vor einer Ämterfusion. Mit einem Amtsdirektor verlören die Bürgermeister an Einfluss. Zudem wolle das Land das Stimmgewicht der Vertreter im Amtsausschuss künftig an die Einwohnerzahl knüpfen. Große Dörfer hätten dann mehr zu sagen. Der Innenminister könne einen Wechsel zu einer Verwaltung nicht anordnen. Es gäbe keine Not in der Frage. Gäste applaudierten.

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