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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 18:09 Uhr

Fußball : Hetlingen verliert auch daheim

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gleich zweimal gab es am Sonntag ein unschönes Déjà-vu für die 1. Herren des Heidgrabener SV: Zuerst war zum zweiten Mal in Folge bei einem Heimspiel der Schieds- richter nicht vor Ort ‒ anders, als zwei Wochen zuvor, erschien Toni Steinmann (vom VfL 93 Hamburg) aber zumindest mit 20-minütiger Verspätung im Deichstadion und erklärte dies damit, dass er „im Stau gestanden“ habe. Noch bitterer war für die Hetlinger, dass sie mit einem 0:3 gegen die SV Lieth ihre zweite Niederlage in Folge kassierten, nachdem sie zuvor 13 Monate lang saisonübergreifend 28 Punktspiele in Folge ungeschlagen geblieben waren. Kein Wunder, dass HMTV-Trainer Jonas Hübner „sehr frustriert“ war und haderte: „Als Coach habe ich noch nie, weder in der A-Jugend noch im Herren-Bereich, zweimal hintereinander verloren!“

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit erwischten die Hetlinger den besseren Beginn. „In den ersten 20 Minuten hatten wir das Spiel gut im Griff und hätten durchaus in Führung gehen können“, berichtete Hübner. Alexander Bandholt und Jesse Plüschau hatten aber kein Zielwasser getrunken ‒ auch dem im bisherigen Saisonverlauf so treffsicheren Plüschau „fehlte die nötige Konsequenz“, so Hübner. Um im Mittelfeld „mehr Zugriff zu kriegen“, war Plüschau von Hübner erstmals in dieser Spielzeit im zentralen Mittelfeld aufgeboten worden. Nach den guten ersten 20 Minuten verloren die Hetlinger mehr und mehr die Ordnung. „Wir haben uns viel zu viele Fehler im Spielaufbau geleistet“, tadelte Hübner. Vor allem die SVL-Akteure Björn Dohrn und Patrick Scheidt rissen das Heft des Handelns nun an sich. Zur Pause stand es noch 0:0, doch zwei Minuten nach dem Seitenwechsel ließ HMTV-Torwart Daniel Kleinwort einen vom Liether Philipp Matthiessen geschossenen, haltbaren Ball zum 0:1 in die rechte Ecke kullern.

„Wir hatten uns vorgenommen, im Mittelfeld kompakt zu stehen, haben aber in der zweiten Hälfte gar keinen Zugriff mehr bekommen und sind nur noch hinterhergelaufen“, klagte Hübner. Dies wurde schnell mit dem 0:2 bestraft: Nach einem Hetlinger Ballverlust flankten die Gäste in die Mitte und den folgenden Kopfball fälschte Marco Bassen noch unhaltbar zum 0:2 ab (52.). Auch das 0:3 entstand aus einem Hetlinger Patzer, denn als Fabian Ecke nach einem Einwurf den Ball nicht annehmen konnte, vollstreckte erneut Matthiessen (60.). In der letzten halben Stunde hatten die Hausherren noch einige gute Chancen, doch Bandholt und Kamil Ludwicki agierten im Abschluss wiederholt zu überhastet. „Am Ende war es eine Lehrstunde, fast so wie gegen den FC St. Pauli“, fühlte sich Hübner an das 0:13 im Testspiel gegen die Zweitliga-Profis erinnert.

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erstellt am 22.Sep.2015 | 21:02 Uhr

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