Fußball : Hetlingen holt den Titel

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Um 17.03 Uhr konnte Michael Kirmse für Klarheit sorgen: „Der TuS Hemdingen-Bilsen hat kurz vor dem Abpfiff beim TuS Appen nur mit 7:1 geführt ‒ wir sind also definitiv Meister“, sagte der Fußball-Abteilungsleiter des Hetlinger MTV zu den Spielern der 1. Hetlinger Herren, die zu diesem Zeitpunkt schon im Mittelkreis des Deichstadions den vermeintlichen Titelgewinn in der Kreisklasse 1 feierten, sich aber eben nicht ganz sicher sein konnten.

shz.de von
11. Mai 2015, 21:20 Uhr

Zwar hatte der HMTV selbst sein letztes Saisonspiel gegen den TSV Seestermüher Marsch II mit 4:0 gewonnen ‒ aber wenn Hemdingen-Bilsen beim TuS Appen einen um zwölf Treffer höheren Sieg (also 16:0 oder 17:1) eingefahren hätte, wären die punktgleichen Hemdinger Meister geworden. Dies erschien unwahrscheinlich, aber eben nicht unmöglich zu sein. Während der 90 Minuten schauten die Hetlinger nur auf sich selbst: „Wir haben von Beginn an gut nach vorne gespielt“, lobte HMTV-Trainer Jonas Hübner. „Allerdings ließ das Führungstor lange auf sich warten“, sagte Michael Kirmse zu dem Umstand, dass Finn Lüneburg erst nach einer halben Stunde das erlösende 1:0 gelang, als er einen Freistoß aus 30 Metern direkt verwandelte. „Das war ein Traumtor“, sagte Hübner begeistert.

Im zweiten Durchgang machte Dominik Zink mit einem Doppelpack alles klar (54., 61.). Unglücklicherweise verletzte sich Zink bei seinem zweiten Treffer des Tages am Knie: Er musste ausgewechselt und am Spielfeldrand, mithilfe der Seestermüher, behandelt werden. Der gerufene Krankenwagen brachte den Stürmer ins Krankenhaus. „Zinks Kreuzband ist gerissen, das ist wirklich sehr bitter“, so Hübner. Zinks Verletzung war, bei aller Hetlinger Freude über den Titelgewinn, ein großer Wermutstropfen.

Nachdem Finn Lüneburg sich im Gäste-Strafraum gut behauptet und auf 4:0 erhöht hatte (85.), wurde er ausgewechselt und mit großem Applaus verabschiedet, wechselt er doch nun zum Hamburger Oberligisten VfL Pinneberg. Kurz vor Ultimo gab es noch einen Foulelfmeter für die Hausherren. Hübner forderte lautstark, dass Torwart Marco Panacek den Strafstoß schie ßen solle ‒ doch der kurz zuvor eingewechselte Jonas Thomsen trat an und scheiterte, seinen ersten Saisontreffer vor Augen, mit einem schwach geschossenen Elfmeter an TSV-Torwart Falko Sander. Beim Nachschuss standen sich mehrere HMTV-Spieler selbst im Weg (89.), so dass es beim 4:0 als Endergebnis blieb.

„Wir hätten natürlich auch noch höher gewinnen können“, so Hübner, für den das Ergebnis aber ausnahmsweise nur nebensächlich war: „Ich bin überglücklich darüber, dass wir Meister geworden sind!“ Den Titelgewinn feierte der HMTV-Tross am Sonntagabend lange und ausgelassen.

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